Posts Tagged ‘Künstlerin’

Maria und Ana de Alvear – „Ahnen“ (Uraufführung)

Posted by Thomas Donga-Durach

Kunde: Haus der Musik Innsbruck

Am 11. März 2022 wurde im Großen Saal des Hauses der Musik Innsbruck das Stück „Ahnen“ für Kammerorchester und Multi-Screen-Videoprojektion von Maria und Ana de Alvear uraufgeführt. Der Titel „Ahnen“ spielt mit der Doppelbedeutung des Wortes, das sich sowohl  auf „Vorfahren“ als auch auf „Vorahnung“ beziehen kann.

Die in Madrid geborene Komponistin Maria de Alvear lebt in Deutschland und Spanien und sucht in ihren Werken Verbindungen zwischen verschiedenen Kulturen und unterschiedliche Kunstformen offenzulegen. Videoarbeiten ihrer Schwester, der bildenden Künstlerin Ana de Alvear, dienen dabei oftmals als Inspiration und sind häufig Bestandteile der Kompositionen.

„Ahnen“ entstand 2007 für zwei Stimmen, Drehleier und Video, wurde nun aber als Orchesterwerk vom Tiroler Symphonieorchester aufgeführt.

235 Media übernahm das aufwendige Projection Mapping auf die zwei schmal gefächerten Akustikseitenwände und die Rückwand hinter dem Orchester, sodass die Aufführung ein intensives immersives Erlebnis wurde.

Hito Steyerl „Power Plants“

Posted by Thomas Donga-Durach

Kunde: Dortmunder U

FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts

Mit 180 Werken von fast 50 Künstler*innen bietet die Ausstellung „FLOWERS! Blumen in der Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts“ einen umfassenden Überblick über das Motiv der Blume in der Kunst des vergangenen und des aktuellen Jahrhunderts. Das von 235 Media im Dortmunder U aufgebaute mehrkanalige Video-Environment „Power Plants“ von Hito Steyerl aus dem Jahr 2019 ist ein Beispiel für die medienkünstlerische Weiterentwicklung eines Themas, das Künstler*innen seit dem Barock inspiriert.

Das von Hito Steyerl entwickelte Environment besteht aus 18 LED-Videomodulen in unterschiedlichen Größen von 50 x 100 cm bis 100 x 200 cm und 18 LED-Textmodulen, die in drei Stahlgerüsten angeordnet sind. Jede Monitor-Text-Einheit ist eine „Power Plant“-Videoskulptur, die von neuronalen Netzwerken geschaffen wurde. Sie bilden einen virtuellen Garten, der aus Pflanzen mit ökologischen, medizinischen und politischen Kräften besteht. Das Konzept der Ruderalvegetation (von lateinisch rudus ‚Schutt‘), die sich auf brach gefallenen bzw. devastierten, übernutzten oder vegetationsfrei gehaltenen Böden selbstständig einstellt, verbindet Hito Steyerl hier mit den von ihr vielfach untersuchten automatisierten Systemen der Reproduktion und Verteilung von Bildern und ihren Auswirkungen auf politische Systeme.