Mediamorphosen

20 Jahre 235 MEDIA

Metaleistungen

Leistungen

5. bis 9. April 2003

Eine Retrospektive anlässlich des 20. Geburtstags von 235 MEDIA, Agentur, Vertrieb und Ausstellungsbüro für Medienkunst.

Die Kunst mit Video, die sich ursprünglich zwischen filmischem Experiment und bildender Kunst positionierte, hat längst den engen Rahmen des Bildschirms verlassen und ist raumgreifend geworden. Während die frühen linearen Videoarbeiten eng an die utopischen und gesellschaftskritischen Ambitionen der 60er und 70er Jahre geknüpft waren, spiegelt sich in der aktuellen Medienkunst verstärkt der Diskurs über die Evolution künstlicher Intelligenz und virtueller Welten. An der konstanten Weiterentwicklung von begehbaren interaktiven Medienräumen und digitalen Netzwerkinstallationen in den vergangenen zwei Jahrzehnten lässt sich die tiefgreifende Metamorphose der Medienkunst ablesen.

235 MEDIA hat diesen Prozess in den letzten 20 Jahren begleitet und mitgeprägt. Die 1982 in Köln gegründete Gesellschaft gibt anlässlich ihres zwanzigjährigen Bestehens einen Überblick über einige der wichtigsten Positionen der Medienkunst. Die Sonderausstellung, die vom 5. bis zum 9. April im Rahmen der KunstKöln auf etwa 250 m2 gezeigt wird, ist damit Porträt und Retrospektive zugleich.

Zu sehen und zu erleben sind unter anderem Installationen von Studio Azzurro, Doug Hall, Bill Seaman, Marcel Odenbach, Ulrike Rosenbach und Klaus vom Bruch. Anhand der Auswahl der Ausstellungsexponate lässt sich die Genese der Medienkunst nachvollziehen und werden wichtige Themenfelder dieses Diskurses berührt: Videokunst als Antigeste und politisches Statement, Inszenierung von Körperlichkeit, Konstruktion des Selbst, Interaktivität und Einbindung des Zuschauers in das Werk, Erweiterung in semantische und virtuelle Räume… Zusätzlich wird ein Programm mit ausgewählten historischen Videoarbeiten einen Einblick in die Wurzeln und Visionen videokünstlerischer Arbeit geben.

Unter anderem mit:
Studio Azzurro, Il Nuatatore & Der Schwimmer, 1984
Marcel Odenbach, Die Unwahrheit der Vernunft, 1978
Ulrike Rosenbach, Über den Tod, 1995
Doug Hall, The terrible uncertainty of the thing described, 1987-89
Bill Seaman, Hybrid Invention Generator, 2002
Klaus vom Bruch, Radar Zylinder, 1992
Kirsten Geisler, Cat Walk, 2002, & Touch Me, 1999

Und eine Auswahl von Videokunst-Arbeiten von 1578 bis 2003.

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