Posts Tagged ‘Künstler’

Museum la Boverie, Lüttich

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: MUSEUM LA BOVERIE

21. OKTOBER 2023 BIS 28. APRIL 2024

Das Museum La Boverie in Lüttich zeigt mit „Sculptor of Time“ eine große Einzelausstellung des amerikanischen Künstlers Bill Viola.
In Zusammenarbeit mit Tempora und Bill Viola Studio präsentiert das Museum damit die erste belgische Ausstellung von internationalem Rang, die das Werk des renommierten Videokünstlers würdigt. Violas Werke sind technisch beeindruckend, gleichzeitig grandios und intim, komplex und überraschend zugänglich, spektakulär und zutiefst menschlich. Die Inspirationsquellen für seine Installationen sind vielfältig und in westlichen und östlichen Kunsttraditionen und verschiedenen spirituellen Philosophien verwurzelt. Sie sind von einem Humanismus mit universellem Charakter durchdrungen.
La Boverie präsentiert 17 Werke von Bill Viola, darunter 5 großformatige Rauminstallationen. Den Besucher erwarten unter anderem die selten gezeigten Arbeiten „Slowly Turning Narrative“ und „Going Forth by Day“ und eine beeindruckende Version der Arbeit „Fire Woman/ Tristan‘s Ascension“, die auf einer 8 m hohen Leinwand präsentiert wird.

235 Media hat für diese Ausstellung im Auftrag von Bill Viola Studio ein Re-Build der Arbeit „Heaven & Earth“ von 1992 produziert,
und die Arbeit „Slowly Turning Narrative“ von 1992 (die wir bereits 2017 nachgebaut haben) technisch überarbeitet.
Weiterhin war 235 Media an der technischen Planung der Ausstellung beteiligt und hat die komplette technische Realisation durchgeführt.

Schauwerk Sindelfingen

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KUNDE: SCHAUWERK SINDELFINGEN

24. SEPTEMBER 2023 BIS 01. APRIL 2024

Das SCHAUWERK in Sindelfingen präsentiert vom 24. September 2023 bis zum 01. April 2024 die umfassende Ausstellung „Return to the Real“ des Künstlers Doug Aitken. Seine Werke, darunter Videoinstallationen, Skulpturen und Fotografien, erkunden gesellschaftliche Themen wie Entfremdung, Isolation und die Beziehungen zwischen Mensch, Natur und Technik.

Highlights der Ausstellung sind die Videoinstallationen „Migration“ aus dem Jahr 2008 und die neue Arbeit „Wilderness“ von 2022, die das Alltagsleben während der Corona-Pandemie am Strand von Los Angeles zeigt. Eine weitere Installation, „migration (empire)“ von 2008, präsentiert verlassene Städte und Tiere in Motelzimmern quer durch die USA. Zusätzlich werden die Installationen „3 Modern Figures (don´t forget to brathe)“ von 2018 und „All doors open“ von 2019 präsentiert, welche die Verschmelzung von Digitalem und Realem sowie die Fragmentierung von Raum und Zeit thematisieren.
235 Media realisiert die technische Planung sowie den Aufbau und das Projection Mapping. Außerdem wurden sowohl die Medientechnik, als auch die Medienplanung übernommen.

Marta Herford, Herford

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KUNDE: Marta Herford Museum

17. JUNI 2023 BIS 15. OKTOBER 2023

Vom 17. Juni 2023 bis zum 15. Oktober 2023 konnte im Marta Herford Museum für Kunst, Architektur und Design die Ausstellung „SHIFT – KI und eine zukünftige Gemeinschaft“ besucht werden.
Neun internationale Künstler*innen ergreifen Position zu den komplexen, gesellschaftlichen Zusammenhängen von KI, reflektieren über diese Thematik und machen sie für die Besucher*innen begreifbar. Hierbei entsteht ein spannender Austausch zwischen Mensch, Natur und Technik, welcher Fragen stellt und beantwortet und neue Perspektiven eröffnet.

235 Media unterstützt hierbei die beiden Künstler*innen Hito Steyerl und Philippe Parreno bei der Umsetzung. Hito Steyerls Installation umfasst eine immersive projizierte Live-Simulation, die sich in Form eines narrativen Videos artikuliert, das verschiedene Quellen und Ästhetiken kombiniert. Philippe Parrenos Werk zeigt 64 Bildsequenzen in High-End CGI, die von einer KI kontrolliert und kontinuierlich weiterentwickelt werden.

Michael Pinsky, The Final Bid

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MICHAEL PINSKY, THE FINAL BID

26.05. – 07.06. 2023 BEI 235 MEDIA, AM KÖLNER BRETT 1, KÖLN

Die Installation “The Final Bid” des britischen Künstlers Michael Pinsky hinterfragt unser Konsumverhalten und dessen Auswirkungen auf die Umwelt. Es ist überraschend, dass der größte Teil der Treibhausgasemissionen auf den Konsum von Dingen wie Möbel, Kleidung oder Geräten entfällt und eben nicht auf Flugreisen, den Energieverbrauch oder Lebensmittel. Das Projekt fördert eine Ökonomie der Wiederverwendung, indem es gebrauchte Stühle sammelt, die dann über eine Online-Auktion verkauft werden. So entsteht ein sich ständig veränderndes skulpturales Ensemble. Die Installationshöhe des jeweiligen Stuhls nimmt zu, wenn sich das Gebot erhöht, was den sich entwickelnden Wert des Objekts darstellt. Die skulpturale Präsenz der Ausstellung ist jedoch nur ein Moment auf dem Weg der Stühle zur Wiederverwendung, da sie nach der Ausstellung an anderer Stelle ein neues Zuhause finden werden.

“The Final Bid” spielt mit der Idee des Sammelns von Artefakten und der Aufwertung, die sie gewinnen, wenn sie in einen neuen Kontext gestellt werden. Während einige der Stühle einen signifikanten sentimentalen Wert haben können, haben sie eventuell im Allgemeinen einen geringen kommerziellen Wert. In der Tradition des Readymade werden sie für einen Moment aus ihrer funktionalen Verwendung gerissen und zu einer Skulptur, die betrachtet werden soll, anstatt nur Möbelstücke zu sein, auf denen man sitzt.

Wir feiern vierzig Jahre 235 Media im Rahmen der Passagen 2023.

Gebote konnten vor Ort oder online abgegeben werden.
Der Erlös wurde an Ärzte ohne Grenzen gespendet.

 

Mit freundlicher Unterstützung der Draiflessen Collection, Mettingen.

Michael Pinsky, THE FINAL BID, 2022, erstmalig realisiert im Auftrag der Draiflessen Collection, Mettingen.

Bill Viola Studio, Mailand

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KUNDE: BILL VIOLA STUDIO

24. FEBRUAR BIS 25. JUNI 2023

Es ist die erste Ausstellung mit Werken von Bill Viola in Mailand: Im Palazzo Reale werden fünfzehn Meisterwerke von Bill Viola gezeigt, die einen Querschnitt durch sein gesamtes Schaffen aus 30 Jahren darstellt.

Die Ausstellung ist Teil der Milano Art Week (11.–16. April 2023). Wie immer, wenn Bill Viola in Europa ausstellt, wurde unser Team mit dem Aufbau der Kunstwerke und der Einrichtung der benötigten Technik beauftragt.

Michael Pinsky

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Kunde: Draiflessen Collection, Mettingen

Das Thema Nachhaltigkeit nimmt auch in der bildenden Kunst einen immer prominenteren Platz ein. Der britische Künstler Michael Pinsky setzte sich in seiner Installation THE FINAL BID in der Draiflessen Collection, Mettingen, mit der Wiederverwendung statt Neuanschaffung von Dingen auseinander. 144 gebrauchte Stühle wurden in einer aufwendigen Auktionsinstallation versteigert. Der Auktionsstatus der einzelnen Stühle ließ sich daran ablesen, wie hoch sie in der Luft schwebten. Durch die Gebote entstand ein kinetisches Objektensemble, das sich laufend veränderte.

Um der Installation Leben einzuhauchen, haben wir jede einzelne der 144 elektrischen Motorwinden umgebaut und netzwerkfähig gemacht. Außerdem haben wir die Steuerungssoftware entwickelt, mit deren Hilfe sich jede Winde individuell ansteuern ließ. Auf einer Online-Auktionsplattform gaben Interessenten ihre Gebote auf die einzelnen Stühle ab, die über unser Netzwerk in Steuerungsbefehle an die Motorwinden umgesetzt wurden.

Unser Technikteam hat schließlich die aufwendige Anbringung und Einrichtung der 144 Winden im MAIN SPACE der Draiflessen Collection vorgenommen.

Abbildungen: Michael Pinsky, THE FINAL BID, © Draiflessen Collection, Mettingen/Michael Pinsky, Fotos: Henning Rogge

Kunstmuseum Bonn

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Kunde: Kunstmuseum Bonn
30. November 2022

Die 2002 entstandene Arbeit „Remagine“ Künstlers Olafur Eliasson besteht aus 12 Scheinwerfern, die mit ihrem Lichtstrahl immaterielle Räume auf Wände projizieren. Hierbei werden die Scheinwerfer durch ein Computerprogramm gesteuert und schalten sich entsprechend ein und aus, sodass ein komplexes Spiel der Illusion zentralperspektivischer Raumfluchten und Raumverdopplungen entsteht.
Das Licht nimmt in vielen Werken von Eliasson eine Schlüsselposition ein, zudem bedient er sich der vier Elemente. Mit dieser Methodik wird die Wahrnehmung der Betrachter*innen getäuscht und experimentell verfälscht.
Das Kunstmuseum Bonn greift Eliassons Werk 2022 wieder auf und präsentiert es in restaurierter Form. 235 Media hat hierbei die Erneuerung der Computerprogrammierung und der Lichtsteuerung übernommen.

Museum der Moderne (Rupertinum), Salzburg

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KUNDE: MUSEUM DER MODERNE

16. JULI BIS 30. OKTOBER 2022

Das Museum der Moderne Salzburg präsentiert eine umfassende Ausstellung über das fünfzigjährige Schaffen des renommierten Videokünstlers Bill Viola. Die Ausstellung umfasst eine Auswahl seiner eindrucksvollen Werke, die existenzielle Themen wie Leben, Tod, Verwandlung und Wiedergeburt behandeln. Viola verbindet visionäre Poetik mit modernster Technologie und schafft bildgewaltige Werke, konventionelle Sehgewohnheiten werden gebrochen. Die Ausstellung stellt die Grundbedingungen und Potentiale menschlicher Existenz in den Mittelpunkt und erforscht Themen wie den menschlichen Körper, Zeitordnungen, Spiritualität und Transzendenz. Besondere Beachtung findet Violas Video-Sound-Installation „The Raft“, die eine universelle Metapher für die Bedrohung des menschlichen Lebens darstellt. Die Ausstellung lädt die Besucher ein, die faszinierenden Werke von Bill Viola zu entdecken und sich mit den zentralen Fragen der menschlichen Existenz auseinanderzusetzen.

Das Museum hat 235 Media mit der technischen Realisation aller Installationen beauftragt.

Centraal Museum, Utrecht

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KUNDE: CENTRAAL MUSEUM

08. OKTOBER 2022 BIS 15. JANUAR 2023

Die Ausstellung Double Act zeigte, neben der Gemäldesammlung aus dem 17. Jahrhundert des Centraal Museums, Videoinstallationen aus der Sammlung der Familie Kramlich. Zeitgenössische Größen wie Bill Viola, Marina Abramović, Bruce Nauman und Steve McQueen treffen auf Spitzenwerke der bekannten Utrechter Maler Abraham Bloemaert, Roeland Saverij, Jan van Scorel, Dirck van Baburen und Gerard van Honthorst. Die Kombination wirkt wie ein Spiegel für die Seele.
Das Museum hat 235 Media mit der Realisation der Rauminstallation von Bill Viola beauftragt.

Palazzo Bonaparte, Rom

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KUNDE: PALAZZO BONPARTE

05. MÄRZ BIS 26. JUNI 2022

Die Ausstellung „Icons of Light“ im Palazzo Bonaparte in Rom ist Bill Viola gewidmet. Die von Violas Frau Kira Perov kuratierte Ausstellung zeigt 10 Werke, darunter bekannte Arbeiten wie „Ascension“ (2000) und die berühmten „Water Portraits“ (2015). Violas Werke erforschen die Themen Leben und Tod, wobei sie Kontraste zwischen östlichen und westlichen Kulturen einbeziehen. Die Ausstellung dient als Retrospektive und bietet einen Einblick in Violas künstlerischen Weg der letzten vier Jahrzehnte, wobei Videoinstallationen und Projektionen die Entwicklung der Videokunst darstellen. Die Ausstellung schafft eine immersive und introspektive Atmosphäre, die an intime Räume oder heilige Schreine erinnert und die Besucher dazu einlädt, eine tiefe visuelle und spirituelle Verbindung mit den Kunstwerken herzustellen.
Das Museum hat 235 Media mit der technischen Realisation aller Installationen beauftragt.

Marcel Odenbach

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Wir gratulieren Marcel Odenbach zur Verleihung des Wolfgang-Hahn-Preises der Gesellschaft für Moderne Kunst am Kölner Museum Ludwig!

Museen Burg Altena

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Kunde: Museen Burg Altena

September 2021

 

 

235 Media hat die Dreharbeiten im planet nippes Studio mit sieben historischen Persönlichkeiten für die historische Ausstellung auf Burg Altena erfolgreich abgeschlossen.

Mehr dazu auf der Projektseite >>

LWL-Museum für Archäologie Herne

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Kunde: LWL-Museum für Archäologie Herne

September 2021

 

 

235 Media stand den Ausstellungsmachern beratend zur Seite, lieferte und montierte die Medientechnik. Diverse Sonderkonstruktionen kamen zum Einsatz.

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Amos Rex Art Museum, Helsinki

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Amos Rex Art Museum, Helsinki

Bill Viola: Inner Journey
22. September 2021 – 27. Februar 2022

Bill Viola, Night Vigil (Detail), 2005/2009. Foto: Kira Perov © Bill Viola Studio

 

235 Media hat die technische Planung und Realisation übernommen und die Video- und Audiotechnik geliefert – wie immer, wenn Bill Viola in Europa ausstellt.

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Stavanger Kunstmuseum, Stavanger

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KUNDE: STAVANGER KUNSTMUSEUM

23. JANUAR BIS 15. AUGUST 2021

Die Ausstellung „Into the Light“ zeigt 10 Werke des amerikanischen Künstlers Bill Viola aus den Jahren 1976 bis 2013. Viola arbeitet seit fast fünfzig Jahren mit Video und erforscht dessen technische und ästhetische Möglichkeiten. Seine Videoinstallationen bieten dem Betrachter ein ganzheitliches Erlebnis und befassen sich oft mit philosophischen, psychologischen und spirituellen Themen. Die Ausstellung zeigt 12 Videoinstallationen sowie eine Auswahl älterer Ein-Kanal-Arbeiten. Zu Beginn seiner Karriere experimentierte Viola mit Videoeffekten und Zeitmanipulationen. Später bezog er klassische Themen der Kunstgeschichte ein und arbeitete an einer Videoinstallation zu Wagners Oper „Tristan und Isolde“ mit. Violas Kunst wurde von der Mythologie, der christlichen Mystik, dem islamischen Sufismus und dem Buddhismus inspiriert.
Das Museum hat 235 Media mit der technischen Realisation aller Installationen beauftragt.

IMAI – Inter Media Art Institute

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IMAI – Inter Media Art Institute

Jubiläum

 

Das IMAI – Inter Media Art Institute in Düsseldorf wird 15 Jahre alt. Die Stifter und Geschäftsführer von 235 Media, Axel Wirths und Ulrich Leistner, gratulieren!

RTL

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Holocircle

RTL: Team Wallraff – Reporter Undercover
Sendetermin: 9. September 2021

 

235 Media hat den HOLOCIRCLE-Einsatz bei RTL in Kooperation mit EYE SYSTEMS mitkonzipiert, den Content erstellt sowie das technische Equipment und den Video-Operator gestellt.

Museum Ludwig

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Museum Ludwig, Köln

Boaz Kaizman. Grünanlage
3. September 2021 – 9. Januar 2022

Foto: Rheinisches Bildarchiv Köln/Marleen Scholten © Boaz Kaizman

 

 

235 Media hat die gesamte Technik für die aufwendige Video-/ Audioinstallation konzipiert, gestellt und installiert – 16 Videos auf 7 Projektoren, Raumklang und individuelles Audioerlebnis über Kopfhörer.

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Museum Ludwig

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KUNDE: Museum Ludwig, Köln

12. DEZEM­BER 2020 – 13. JU­NI 2021

 

 

235 Media installierte mehrere raumgreifende Monitor- und Projektionsarbeiten.

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Draiflessen Collection

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Kunde: Draiflessen Collection
Emil Nolde – a critical approach by Mischa Kuball
11. Oktober 2020 – 7. Februar 2021

In der Draiflessen Collection in Mettingen widmet sich der Konzeptkünstler Mischa Kuball (*1959) dem Werk und der Wahrnehmung des expressionistischen Malers Emil Nolde (1867–1956). Im Rahmen der Ausstellung „Emil Nolde – a critical approach by Mischa Kuball“ untersucht Kuball Diskurse zur historischen Person und setzt sich unter anderem mit Mechanismen künstlerischer Selbstinszenierung auseinander.

235 Media installierte sechs raumgreifende Projektionen mit einer Größe von bis zu 49 Quadratmeter.

Gudrun Barenbrock

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KUNDE: Gudrun Barenbrock
11. Mai bis 26. Mai 2019

Anlässlich der KunstFestSpiele 2019 in Hannover zogen Fremde Gewächse und allerlei Getier in das Arne Jacobsen Foyer ein. Was sich hier bewegte, war Teil der Video- und Klanginstallation „Greenhouse“ der Kölner Medienkünstlerin Gudrun Barenbrock, die den Glaskubus in ein begehbares ‚Treibhaus für Bilder‘ verwandelte. Dabei ist eine vielschichtige Komposition aus flüchtigem, fließendem und wucherndem Rhythmus aus Licht und Klang entstanden.

In ihrer Arbeit „Greenhouse“ legt Barenbrock Naturbeobachtungen zugrunde, die sie bei ihren zahlreichen Reisen in abgelegene Gebiete Zentralafrikas, Nord- und Südamerikas und Asiens aufgenommen hat. Es sind konservierte Momentaufnahmen, die Ordnung und Vielfalt im scheinbaren Chaos der Natur dokumentieren.

235 MEDIA hat die Projektions- und Zuspieltechnik geplant und realisiert. In Zusammenarbeit mit der Künstlerin wurden in ausführlichen Tests die optimalen Projektionsmedien ausgesucht und die Rahmenkonstruktion für die Gazeflächen entwickelt. Durch die semitransparenten Projektionsflächen im Innenraum ergeben sich zahlreiche optische Effekte durch Vervielfältigung und Spiegelung der Projektionen im Boden- und Deckenbereich bis hin zu Objekten außerhalb des Gebäudes, auf denen die Projektionen noch zu erkennen waren.

Eine umfassende videographische Dokumentation wurde von der Künstlerin auf Vimeo veröffentlicht.

Fotos: Gudrun Barenbrock, Helge Krückeberg

Marina Abramovic

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KUNDE: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
20. April bis 12.08.2018

Marina Abramovic gehört zu den berühmtesten und umstrittensten zeitgenössischen Künstlerinnen – vor allem im Bereich ihrer bahnbrechenden Performances, mit denen sie immer wieder die eigenen physischen und psychischen Grenzen auslotet. „The Cleaner“ ist die erste große Retrospektive der Performance-Künstlerin, die in Deutschland ab dem 20. April in der Bundeskunsthalle, Bonn zu sehen war.

Die Ausstellung spiegelte umfänglich die Facetten ihres Werks, wobei die persönliche Erfahrung und Verantwortung ein zentraler Punkt ihrer Arbeit ist. Filme, Fotografie, Malerei, Zeichnungen, Skulpturen, Installationen sowie ausgesuchtes Archivmaterial zeigten die thematische und mediale Bandbreite der Künstlerin Ausstellungserlebnis. „The Cleaner“ kam in der Umfrage der „Welt am Sonntag“ unter neun Kritikern auf den ersten Platz.

235 MEDIA installierte 35 Projektionen, 25 Monitorinstallationen und die Audiotechnik der Ausstellung.

HAEGUE YANG

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KUNDE: Museum Ludwig
18. April bis 12. August 2018

Die Gesellschaft für moderne Kunst am Museum Ludwig zeichnete im Jahr 2018 Haegue Yang mit dem Wolfgang-Hahn-Preis aus. Das Museum Ludwig präsentiert mit der weltweit ersten Überblicksausstellung der Künstlerin die Vielfalt ihrer Arbeit anhand von 120 Werken.

Die Abkürzung ETA bedeutet „Estimated Time of Arrival“ und verweist auf die künstlerische Laufbahn im Transit und die ständigen Ortwechsel der Künstlerin, die Ateliers in Seoul und Berlin betreibt und seit 1994 international ausstellt.

Haegue Yang gelingt es durch ihre vielseitigen Werke, sich einer eindeutigen Zuschreibung zu entziehen. Ihre Arbeiten sind zum einen institutionskritisch, konzeptuell und an kulturhistorischen Referenzen sowie gleichzeitig sinnlich komplex und emotional aufgeladen. Die Überblicksausstellung erstreckt sich auf über 1500 m² Fläche deren räumliche Szenografie die konzeptionelle Dynamik der Arbeiten aufgreift.

235 MEDIA hat die Medieninstallationen und die eher unkonventionellen Lichtkonzepte realisiert und die Hardware geliefert.

Fotos: Haegue Yang

REMOTEWORDS.32

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08. Juli 2016

Mit REMOTEWORDS.32 entsteht die inzwischen 32. Station des künstlerischen Langzeitprojekts REMOTEWORDS von Achim Mohné und Uta Kopp. REMOTEWORDS schreibt Kurznachrichten in großen Buchstaben auf Dächer, um diese über Navigations- und Satellitensysteme wie Google Earth zu verbreiten, die so „gehackt“ und für künstlerische Zwecke genutzt werden. Für die verschiedenen Standorte von REMOTEWORDS – zum Beispiel die Universität der Künste Berlin, das Kumu Art Museum Tallin oder das H3K, Haus für elektronische Künste Basel – werden stets individuelle Botschaften entwickelt.

Die nun auf dem Dach von 235 MEDIA in Köln angebrachten Worte wurden von dem Kölner Künstler Marcel Odenbach ausgesucht und sind einem Gedicht von Ingeborg Bachmann aus dem Jahr 1952 entlehnt. Für die Künstler steht der Wortlaut hier und heute für eine Relativierung der medialen Bilder, und plädiert für eine stetige Hinterfragung der vermeintlich „fotografischen Authentizität“.

Anlässlich der Eröffnung des Daches am 8. Juli 2016 flog eine funkgesteuerte CCTV-Drohne der befreundeten Filmproduktionsfirma TIMESCOPE films über das Dach des Showrooms und der Werkstätten von 235 MEDIA, um die Luftbilder in 4K Qualität zu übertragen und die Nachricht enthüllen.

Himmel oben, Himmel unten

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KUNDE: Stadtverwaltung Düsseldorf
Februar 2016

Am 22. Februar fand die Eröffnung der sechs neuen U-Bahnhöfe der Wehrhahn-Linie in Düsseldorf statt. Dieses außergewöhnliche Projekt wurde nach 15-jähriger Zusammenarbeit von Architekten, Künstlern, Ingenieuren und der städtischen Verwaltung realisiert.

Die Bahnstation Benrather Straße mit dem Projektnamen „Himmel oben, Himmel unten“ wurde von dem Installationskünstler Thomas Stricker konzipiert. Die gesamte Zwischenebene von ca. 70 x 15 m bildet das Innere eines Raumschiffs nach. In die metallenen Wandoberflächen sind  sechs großformatige Videowände integriert, die einen  Blick in unsere Milchstraße auf Planeten und Gestirne bieten. Dabei bilden die sechs Animationen einen zusammenhängenden Film der so auf einander abgestimmt in den sechs Fenstern zu sehen ist, dass die Illusion einer Raumfahrt entsteht. So wird der Eindruck vermittelt, dass die gesamte Station durch das Weltall fliegt. Die Arbeit holt den Himmel in die Erde, vertauscht Oben und Unten und überträgt das Schwere in das Leichte. Die Weite des Universums wird in die Enge der Unterwelt übertragen. Die Architektur wird scheinbar mobil, wie ein Raumschiff unterwegs in unendliche Weiten.

235 MEDIA hat die Medientechnik konzipiert und die Zuspieltechnik integriert, sowie in Zusammenarbeit mit Thomas Stricker die Animationen realisiert.

Ausführliche Presseberichte von The New York Times und von der Süddeutschen Zeitung  sind unter diesen Links zu finden.

The New York Times

Süddeutsche Zeitung

PARTNER:
Künstlerische Konzeption und Realisation: Thomas Stricker
Architektur: netzwerkarchitekten, Darmstadt
Medienplanung, Filmproduktion: 235 MEDIA, Köln
Auftraggeber: Stadtverwaltung Düsseldorf
Fotos: Thomas Stricker

Forschungsprojekt

Posted by Lina Heuschen

August 2015

Am 1. August 2015 ist im imai das Forschungsprojekt Die Medienkunstagentur 235 MEDIA gestartet, das von der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Jessica Nitsche unter Mitarbeit von Angelika Gwozdz realisiert wird. Hiroko Myokam widmet sich innerhalb des Projekts dem Austausch zwischen 235 MEDIA und Pionieren der japanischen Videokunst. Als Förderer konnte die Gerda Henkel Stiftung gewonnen werden.

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, die Medienkunstagentur 235 MEDIA, die seit den frühen 1980er Jahren entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung und internationale Verbreitung von Video- und Medienkunst hatte, erstmalig systematisch zu erforschen und medientheoretisch zu fundieren. Das imai bildet für dieses ambitionierte Vorhaben den idealen Standort, denn als die Stiftung im Jahr 2006 gegründet wurde, erhielt sie von 235 MEDIA deren immenses Archiv mit Video- und Medienkunst, Ausstellungsdokumentationen, anderen innovativen audiovisuellen Formaten und zahlreichem bislang unveröffentlichten Material. So bietet das Medienkunstarchiv der Stiftung imai für die Umsetzung des Projekts einen unvergleichlichen und bislang wenig erforschten Fundus.

Weitere Informationen zum Projekt und Forschungsteam: www.stiftung-imai.de

Gefördert durch Gerda Henkel Stiftung

Forschungsprojekt

Posted by Lina Heuschen

August 2015

Ab August 2015 ist im imai, intermedia art institut in Düsseldorf das Forschungsprojekt „Die Medienkunstagentur 235 MEDIA“ gestartet, das von der Kunst- und Medienwissenschaftlerin Dr. Jessica Nitsche unter Mitarbeit von Angelika Gwozdz realisiert wird. Als Förderer konnte die Gerda Henkel Stiftung gewonnen werden.

Das Forschungsprojekt hat zum Ziel, die Medienkunstagentur 235 MEDIA, die seit den frühen 1980er Jahren entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung und internationale Verbreitung von Video- und Medienkunst hatte, erstmalig systematisch zu erforschen und medientheoretisch zu fundieren. Das imai bildet für dieses kunsthistorische Vorhaben den idealen Standort. Als die Stiftung im Jahr 2006 gegründet wurde, erhielt sie von 235 MEDIA das gesamte Archiv mit Video- und Medienkunst, Ausstellungsdokumentationen, und anderen audiovisuellen Formaten und zahlreichem unveröffentlichten Material aus 25 Jahren Medienkunstgeschichte.

Weitere Informationen zum Projekt und Forschungsteam: www.stiftung-imai.de

Gefördert durch Gerda Henkel Stiftung

Vision Ruhr

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KUNDE: STADT DORTMUND
2000

Das Ausstellungsprojekt vision.ruhr erschließt mit Medieninstallationen am Beispiel des Ruhrgebiets die Lebenswirklichkeit und den Wandel einer alten Industrieregion. 235 MEDIA betreute diese Ausstellung auf dem Gelände der Zeche Zollern II/IV in Dortmund von der Planung über die Konzeption bis zur Realisation.

Medieninstallationen, Skulpturen und Performances von weltweit renommierten Künstlern bilden den Mittelpunkt der Ausstellung, die durch ein Eventprogramm mit den Bereichen Musik, Film, Internet sowie museumspädagogischen Maßnahmen abgerundet wird.

Den Schwerpunkt von vision.ruhr bilden interaktive multimediale Arbeiten, in denen sich die Künstler, den vorgestellten Grundgedanken aufgreifend, mit der Region und deren strukturellen Wandel auseinandersetzen.

Doug Hall

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Doug Hall
2000

Doug Halls Environment ermöglicht im Zusammenspiel mehrerer Medien ein komplexes Raumerlebnis. Der gesamte Ausstellungsraum wird in die Dramaturgie einbezogen, indem verschiedenste Einbauten aus Stahl ein komplexes Raumgefüge erzeugen und Wände als Projektionsmedium genutzt werden.

Inmitten des abgedunkelten Raumes erzeugen großflächige Videoprojektionen und sechs Videomonitore eine dramatische Szenario aus Stürmen, Feuer und Fluten. Den – virtuellen – gewaltigen, aber ungerichteten Energiepotentialen der Natur, die auf die Besucher der Installation als Videobilder mit den dazugehörigen Klängen einstürmen, steht als reales Installationselement ein Bogenblitzgenerator (Tesla-coil) gegenüber, der in bestimmten Intervallen gewaltige Blitzentladungen „live“ im Raum erzeugt.

Dough Halls Installation THE TERRIBLE UNCERTAINTY OF THE THING DESCRIBED bezieht ihren Namen aus Edmund Burkes »A Philosophical inquiry into the Origins of Our Ideas of the Sublime and Beautiful«. Hall greift die darin beschriebene Beziehung zwischen der Ehrfurcht vor den Naturgewalten und dem aufklärerischen Willen durch die Wissenschaft auf und setzt sie mit Hilfe der Videotechnik und diversen Stahlbauten in Szene. Beängstigend und faszinierend zugleich, liefert die Installation nicht nur eine Darstellung, sondern darüber hinaus eine Analyse der Transformation von Energie. Die in Form des künstlich erzeugten Bogenblitzes inszenierte Bändigung der mitunter zerstörerischen Naturkräfte scheint zwar gelungen, doch wird deutlich – gerade im Hinblick auf die jüngsten Nachrichten von Naturkatastrophen in aller Welt -, dass der Mensch mit all der ihm zur Verfügung stehenden Technik doch nur einen Bruchteil dieser gewaltigen Kräfte zu kanalisieren versteht.

Andres Bosshard

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KUNDE: vision.ruhr, Dortmund
2000

Interaktive Klangarchitektur nach Plänen alter Sonnenuhren: Echokaskade zur Klangförderung von unterirdischen Vibrationen und deren optimale Zerstäubung in höhere Luftschichten.

Obwohl es schon seit Urzeiten Sonnenuhren aller Größen gibt, wurde der Versuch, eine Monduhr zu bauen in jüngerer Zeit nicht unternommen. Eine Monduhr ist eine unsichtbare Maschine. Ihre Wirkungen sind nur hörbar. Die lunaren Gezeitenkräfte wirken nicht nur auf die Meere, sondern auch auf die Gesteinsschichten. Tieftonvibrationen erklingen täglich in bestimmten ansteigenden und abfallenden Zyklen. Eine Klangmonduhr macht diese riesigen unterirdischen Klangwellen hörbar und fördert sie an die Oberfläche.

Unmittelbar über der Erdoberfläche sind, 25m voneinander entfernt, vier Klangsteine aufgebaut. Sie bilden das Klangfundament für eine bis in 20m Höhe steigende Echokaskade. Diese führt die Klangbewegung der Tieftonvibrationen eine Allee entlang weiter bis hoch über deren Baumwipfel hinaus. Sechs durchsichtige Schallwandler sind so in die Äste gehängt, dass bei jeder Windbewegung die Klänge optimal verweht werden können.

Die Luftschichten selbst sind natürlicherweise von riesigen Tieftonfeldern erfüllt, die wir aber nicht hören können. Eine Monduhr ist also ein Ort, wo verschiedene, sich berührende Raumschichten miteinander in Beziehung gesetzt werden, so als ob wir hörend aus dem Mondschatten die Nachtzeit ablesen könnten. Zugegebenermaßen ist ohne poetische Verzauberung tagsüber kein Mondlicht zu erspähen. Dafür sorgen aber die in der Allee kreisenden Klangfelder, die über vier Bewegungssensoren vom Besucher abgelenkt werden können.

Grahame Weinbren, Tunnel

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Stadt Dortmund
2000

Über eine Treppe betritt der Besucher in der Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV einen 30 Meter langen, künstlichen Tunnel, der auf einem Ständerwerk frei im Raum steht. Der Tunnel, ein abstrahierter Kohle-Flöz, ist zickzackförmig angelegt, und im Inneren variiert seine Höhe zwischen zweieinhalb und vier Metern.

Abwechselnd dienen der Boden und die Decke des Tunnels als Projektionsflächen, auf denen, sobald man den dunklen Gang betritt, einerseits Kopf und Schultern, andererseits Füße und Beine eines Menschen auftauchen, der sich als „virtueller Begleiter“ in der gleichen Geschwindigkeit wie der Besucher durch den Gang bewegt. Dabei werden die Bilder auf transparente Flächen projiziert, die stets auch den Blick auf Teile der alten Maschinenanlage freigeben.

Mit der Bewegung durch den Tunnel ändert sich das Erscheinungsbild des Alter Egos: Ist dieser am Anfang des Weges im Stil der Jahrhundertwende gekleidet, wird seine Garderobe, je näher der Besucher dem Ende des Gangs kommt, immer moderner.

Auf dem Hintergrund der unveränderten alten Industrieanlage wird durch die äußerliche Veränderung des „virtuellen Begleiters“ der Wandel der Industriegesellschaft thematisiert. Der Gang durch den Tunnel wird zu einer Reise durch die Zeit.

Jeffrey Shaw

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
2000

Die für den Zeitraum vom 7.6 bis zum 20.7.1997 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland ausgestellte Videoinstallation PLACE RUHR erweitert das klassische gemalte, fotografierte und cinematographische Panorama zu dreidimensionalen virtuellen Räumen.

Auf der Ausstellungsfläche wird ein kreisrunder Raum mit einem Durchmesser von 8,90m gebaut, dessen Wände als Projektionsmedium dienen. Die Besucher können in der Mitte dieser 260-Grad-Leinwand drei Videoprojektoren bedienen, die jeweils einen Teilausschnitt des Panoramas von 120 Grad projizieren.

Das Projektionssystem ist auf einer motorbetriebenen Plattform installiert; mit einfachen Bedienungselementen kontrollieren die Besucher die Richtung und die Tiefe der Kamerafahrten, um so in die Landschaft hinein – oder aber aus dem Panorama hinaus – zu zoomen. Die Projektionslandschaft besteht aus elf Panoramaansichten, die mit einer speziellen Panoramakamera aufgenommen und in einem computergenerierten System zusammengefasst wurden. Die verschiedenen Panoramen –für PLACE RUHR fotografiert an industriellen Landmarken des Ruhrgebiets–, sind als runde Objekte in einem virtuellen Datenraum dargestellt und können mit Hilfe der Kontrolleinheit einzeln angesteuert und wieder verlassen werden.

Auf der Innenseite der Zylinder sind Videosequenzen zu sehen, die der Thematik und dem Ort der Außenseite des jeweiligen Objektes entsprechen. Die Videosequenzen werden zu diesem Zweck an charakteristischen Orten produziert. Vorgesehen sind Aktionen mit unterschiedlichen Elementen –für die Installation PLACE RUHR in Dortmund waren es Feuer, Wasser, Rauch und Sequenzen mit verschiedenen Schauspielern: Kindern, Sportlern, etc. Jedem Zylinder wird ein symbolisches Live–Event zugeordnet, das mit der spezifischen Landmarke und der Position des Zylinders eng verknüpft ist.

An der Kontrolleinheit befindet sich zudem ein Mikrophon, mit dem die Besucher ein Computerprogramm steuern, das dreidimensionale Textfragmente in das Panorama projiziert.

Jill Scott

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Zeche Zollern II/IV
2000

Jill Scotts große Rauminstallation besteht aus zwei interaktiven Sektionen. Die Künstlerin nutzt dabei die repräsentative Architektur der Steigerhalle der Zeche Zollern II/IV als Projektionsfläche für insgesamt sieben Videoprojektionen.

Die erste Sektion weist dem Betrachter eine Beobachterrolle zu, aus der heraus er die Möglichkeit hat, in eine Art Dialog mit sechs unterschiedlichen Personen – drei Männern und drei Frauen – zu treten, die einen repräsentativen Querschnitt durch die Industriearbeiterschaft des Ruhrgebiets vom Anfang des Jahrhunderts bis in die Gegenwart darstellen. Die sechs Charaktere sind fiktive Persönlichkeiten, die nach intensiven Archivstudien, Auswertungen mündlicher Überlieferungen und Interviews von Jill Scott kreiert wurden.

Die Personen arbeiten in unterschiedlichen Industriezweigen, allen gemeinsam ist jedoch eine reflektierte Sicht auf ihre Arbeits- und Lebenssituation. Der Besucher kann mit Hilfe von sechs elektronischen Schnittstellen – speziell konstruierte, mit Computersteuerungen ausgestattete Stühle – die Geschichten der sechs Personen individuell erkunden. Die Computersteuerung ermöglicht die Auswahl und Abfolge der Themen, über die die Charaktere berichten. Der Besucher wird, indem er alle sechs
Lebensgeschichten verfolgt, Zeuge der sich im Laufe der Zeit wandelnden industriellen Arbeitssituation, dies jedoch nicht durch die Vermittlung reiner Fakten und Zahlen, sondern durch intime Einblicke in das Leben der Arbeiter. Die Videobilder werden auf die Innenseiten der abgedunkelten großen Rundbogenfenster der Steigerhalle projiziert, so dass die Lebensgeschichten der Arbeiter mit der historischen Architektur der Zeche verschmelzen.

Die zweite Sektion von BEYOND HIERARCHY besteht aus einer Videoprojektion auf dem Fenster gegenüber dem Eingang der Steigerhalle und einem Interface, das von zwei Personen gleichzeitig bedient werden muss, um die Projektion zu starten. Dabei müssen sich die zwei Besucher durch die beiden Öffnungen des kastenförmigen Interfaces wie bei einem Handschlag – Metapher für Solidarität – die Hände reichen. Dadurch wird die Projektion von dokumentarischem („objektivem“) Filmmaterial ausgelöst, das Protest- und Solidaritätsaktionen der Arbeiterbewegung zeigt und das sich mit Bildern von – ebenfalls fiktiven – Arbeitern abwechselt, die das Gezeigte aus ihrer persönlichen Sicht dokumentieren.

Jill Scott nutzt die elektronischen Medien als Instrumentarium zur geschichtlichen Aufarbeitung, wobei sie dem Besucher durch die subjektive Berichterstattung der „Zeitzeugen“ eine Sichtweise bietet, die eine Identifikation mit der Geschichte auf einer sehr persönlichen Ebene ermöglicht.

Jim Campbell

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Zeche Zollern II/IV
2000

Die Installation BALANCING ACT besteht aus einem dunklen rechteckigen Raum mit einem großen viereckigen Rückprojektions-Video-Bildschirm an einem und einem kleinen LCD Video Screen am anderen Ende. Auf dem Boden, neben dem großen Bildschirm und ihm zugewandt, steht ein mit einem Kabel ausgestatteter Walker. Davor, auf dem großen Bildschirm, gibt es ein sich veränderndes festes Lichtfeld. Im unteren Bereich des Lichtfelds ist ein Schatten des Walkers zu sehen.

Während der Betrachter auf den Walker zugeht und in der Nähe oder darin stehen bleibt, nimmt er wahr, dass der Schatten des Walkers im Bild nicht lebendig ist. Mit anderen Worten, selbst wenn der Betrachter das Bild von einem Punkt innerhalb des Walkers betrachtet, sieht er immer noch den Schatten eines leeren Walkers. Es scheint wie ein Spiegel, in dem der Betrachter nicht existiert. Das farbige Lichtfeld verändert sich kontinuierlich, langsam von einer Farbe zur nächsten wechselnd, den gesamten Raum und den Betrachter in jedem Augenblick mit einer einzelnen Farbe beleuchtend.

Auf dem kleinen Videomonitor am anderen Ende des Raums ist ein unbewegtes Bild des „Wizard of Oz“, produziert 1939, zu sehen. Das Bild stammt aus der Szene kurz nachdem Dorothy den Scarecrow trifft, der Schwierigkeiten hat zu stehen, weil seine Knie aus Stroh bestehen. Geht der Betrachter nahe an das kleine Bild heran, sieht er einen einzelnen schwarzen Bildpunkt, das sich gemächlich von links nach rechts bewegt, dann entlang einer Linie nach unten gleitet und langsam das Bild absucht. Es wird schnell klar, dass der bewegliche schwarze Punkt den Ort der Farbe lokalisiert, die gerade auf dem Rückprojektions-Bildschirm hinter dem Betrachter zu sehen ist.

Während sich der Bildpunkt über die gelbe Ziegelstraße bewegt, füllt sich der Raum mit gelbem Licht und taucht den Besucher in die selbe Farbe, in die der schwarze Punkt auf dem Bild getaucht ist. Der Betrachter hat das Gefühl, sich selbst als Punkt im Bild zu befinden und in einer zweidimensionalen Welt festzuhängen, ohne dahinter sehen zu können.

Jochen Gerz

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: ZECHE ZOLLERN
2000

Jochen Gerz plante für die Dauer von „vision.ruhr“ auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Zollern II/IV die Einrichtung eines digitalen Fotostudios und einer Rahmenwerkstatt.

Das Fotostudio bietet jedem Besucher die Möglichkeit, eine digitale Fotografie unentgeltlich durch einen professionellen Fotografen und nach Maßgabe des Künstlers Gerz von sich anfertigen zu lassen, die anschließend in der Rahmenwerkstatt gerahmt wird. Auf dieser Weise wurden ca. 5.600 Porträts von Besuchern der Ausstellung vision.ruhr in einer Größe von je ca. 50 x 60 cm produziert. Auf der Rückseite eines jeden Fotos werden exakte Angaben wie etwa Entstehungsdatum und laufende Nummer des Porträts vermerkt sowie ein Zertifikat zum Entstehungskontext angebracht. Gleichzeitig wurde ein zweites identisches Porträt gedruckt und ebenfalls gerahmt. Ein Exemplar wurde an einen Besucher verschenkt, das Zweite wandert noch am selben Abend in das örtliche Museum am Ostwall und wurde dort am darauf folgenden Tag aufgehängt. Der Besucher erhielt jedoch als Geschenk nicht sein eigenes Porträt, sondern das Foto einer anderen Person, das nach einem Zufallsprinzip ausgewählt wird. Das Abbild einer fremden Person wird somit im privaten Raum des Beschenkten zum Symbol der sozialen Interaktion des uneigennützigen Gebens. Gleichzeitig entstand im Museum am Ostwall eine der größten Porträtreihen der Kunstgeschichte.

Masaki Fujihata, Vertical Mapping

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Stadt Dortmund
2000

Masaki Fujihatas interaktive und vernetzte Installation VERTICAL MAPPING orientiert sich an der Kommunikation zwischen den Bergarbeitern über Tage und unter Tage.

Die Installation besteht aus fünf Förderstühlen, von denen aus eine dreidimensionale computeranimierte Landschaft unter Tage erforscht werden kann, in der man auf andere Besucher trifft und mit ihnen kommunizieren kann. Zwei dieser Stühle sind die originalen Förderstühle der Zeche Zollern II/IV, zwei stilisierte Nachbauten befinden sich im Werkstattgebäude der Zeche und ein weiterer auf der Empore der Waschkaue. Die unterschiedlichen Orte, an denen die Förderstühle positioniert sind, werden durch die Technik des »Shared Virtual Environment« miteinander verbunden. VERTICAL MAPPING ist ein virtuelles Stollensystem, das so manche Überraschung bereithält und die Besucher zur Kommunikation untereinander einlädt.

Das Interface zur Steuerung ist der Förderstand bzw. sein Nachbau. Der rechte Hebel wird dabei für die Bewegungen entlang der X-Achse (links und rechts) und der linke Hebel entlang der Y-Achse (hoch und runter) benutzt. Neben dem Stuhl befindet sich ein Telefon, mit dem man mit den Akteuren der anderen Förderstände kommunizieren kann.

VERTICAL MAPPING benutzt eine erweiterte Version der Software für »Global Interior Project«, 1996, und »Nuzzle´Afar«, 1998, entwickelt von Takeshi Kawashima.

Perry Hobermann, Workaholic

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Stadt Dortmund
2000

Ein Kabelbündel hängt gleich einem gigantischem Pendel von der Decke herab. Am unteren Ende des Kabels, nur wenige Zentimeter über dem Boden, ist ein omnidirektionaler Strichcode-Scanner angebracht, der sein intensives rotes Laserlicht auf den Boden strahlt. Ein ca. 6 qm großer laminierter Druck, auf dem sich hunderte von Strichcodes und andere kontrastreiche schwarz/weiß Bilder befinden, bedeckt den Boden unterhalb des Scanners. An den Kabeln jedoch, einige Meter über dem Boden, ist noch ein kleiner Videoprojektor angebracht, der ebenfalls nach unten abstrahlt.

Indem der Scanner hin und her schwingt, liest er die verschiedenen Strichcodes nach dem Zufallsprinzip. Der Projektor wirft ein etwa 3 qm großes Bild, das mit dem Scanner in seinem Zentrum ebenfalls hin und her schwingt, auf den Boden. Die Strichcodes werden an einen Computer weitergeleitet, der den Videoprojektor steuert und kontinuierlich die Bilder und Animationen wechselt. Die Bilder werden von den Strichcodes bestimmt, deren Erscheinen abhängig von der Richtung des schwingenden Scanner-Pendels ist.

Eine Absperrung im Durchmesser des Ausschlags des Pendels umgibt das Kabelbündel. Daran montiert befinden sich 8 sehr starke Haartrockner, die als eine Art Interface fungieren. Die Besucher können mit den Fönen auf das Pendel zielen, um mit dem Windstoß seinen Kurs zu beeinflussen. Mehrere Besucher können sich zusammenschließen und gemeinsam versuchen, das Pendel in bestimmte Richtungen zu bringen oder es auf Kreisbahnen zu lenken, die »spektakulärere« Bilder hervorbringen.

Die Arbeit und ihr nur schwer zu handhabendes Interface evozieren Assoziationen an einen völlig außer Kontrolle geratenen Konsum, bei dem eine Flut von Waren und Transaktionen ununterscheidbar ineinander übergeht.

Sommerer & Mignonneau, Industrial Evolution

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Stadt Dortmund
2000

In der Installation INDUSTRIAL EVOLUTION können Besucher mit historischen Fotographien aus der Zeit der industriellen Revolution interagieren. Bilder von Fabriken, Minen, Montagebändern, Produktionsstätten und deren angeschlossenen Verwaltungsgebäuden vermitteln eine Faszination für die technischen Errungenschaften dieser Zeit, wie sie auch während der gegenwärtigen digitalen Revolution zu verspüren ist.

Die ausgewählten Bilder stammen teils von der Zeche Zollern II/IV in Dortmund, teils von Fabriken und Produktionsstätten aus aller Welt. Viele der in der Installation begehbaren Bilder sind Stereofotografien aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Sie wurden durch ein so genanntes Stereoskop betrachtet, das ein dreidimensionales Betrachten ermöglichte.

Basierend auf der Idee, diese historischen Bilder aus der Zeit der industriellen Revolution mit der digitalen Technologie unserer Zeit zu kombinieren und für den Besucher erfahrbar werden zu lassen, schufen Sommerer und Mignonneau dieses interaktive und immersive, das heißt den Betrachter integrierende, virtuelle Environment.

INDUSTRIAL EVOLUTION erlaubt dem Betrachter sich in die historischen Bilder hineinzubegeben und mit diesen zu interagieren. Betritt der Besucher die Installation, sieht er sich selbst auf der Projektionsleinwand in eines dieser Bilder
hineinversetzt. Bewegt er sich innerhalb des realen Raums des Environments, kann er gleichzeitig den virtuellen dreidimensionalen Raum der historischen Fotografie erfahren.

Peter Kogler

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Stadt Dortmund
2000

Peter Kogler gestaltet für die rechte Hälfte der großen Maschinenhalle zwei großformatige bedruckte Vorhänge, die die seitlichen Fensterflächen bedecken. Koglers Arbeiten, die erst durch ihre großen Formate ihre Wirkung entfalten, basieren auf immer wiederkehrenden Reihungen von graphischen Motiven.

Kogler wird eine neue Arbeit speziell für die Maschinenhalle entwerfen, die sich auf die Werkzeuge der Kohleförderung bezieht. Die Arbeit hat somit neben der künstlerischen Aussage die Funktion, den gesamten rechten Teil der Halle zu verdunkeln.

Studio Azzurro – Dove va tutta questa Gente

Posted by Lina Heuschen

KUNDE: Stadt Dortmund
2000

Die Installation, deren Titel übersetzt »Wohin gehen all diese Leute?« lautet, besteht aus drei automatischen Glasschiebetüren, die hintereinander im Abstand von vier Metern aufgebaut werden. Die Glasflächen der Türen und der Boden zwischen den Türen dienen als Projektionsflächen.

Nähert man sich der ersten Tür, wird ein Infrarotsender aktiviert, der die ersten beiden Bildebenen auf dem Boden und auf der Tür verändert. Die Tür öffnet sich automatisch, und beim Weitergehen werden die nächsten Bildebenen beeinflusst.

Die Videobilder zeigen viele, sich langsam bewegende menschliche Körper. Nähert sich ein Besucher einer Tür, bewegen sich die Körper und versuchen mit aller Kraft, Räume zu öffnen und Türen und Hindernisse zu überwinden, um von einem Raum in den nächsten vorzudringen.