Rautenstrauch-Joest-Museum

KUNDE: Rautenstrauch-Joest-Museum

Oktober 2010

Das Rautenstrauch-Joest-Museum lädt mit dem Themenparcours „Der Mensch in seinen Welten“ zu einer ebenso verblüffenden wie erkenntnisreichen Entdeckungsreise ein. Die innovative kulturvergleichende Ausstellung erstreckt sich auf 3600 Quadratmetern Ausstellungsfläche über drei Etagen. Eine Vielzahl von medialen Installationen sorgt für eine moderne Vermittlung der Inhalte, ohne die Gesamtinszenierung zu dominieren.

235 MEDIA hat die gesamte Medientechnik und -steuerung in der Ausstellung installiert sowie alle interaktiven Installationen technisch entwickelt und realisiert. Insgesamt wurden 30 Projektoren, über 40 Monitorstationen und 14 Audiostationen installiert. Technische Highlights sind die Installationen „Das Elektronische Buch“ im Bereich „Begegnung mit der Welt“ und der Interaktive Tisch im Bereich „Der Mensch in der Gesellschaft – Europäischer Salon“.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit ATELIER BRÜCKNER.

Mies van der Rohe Award

KUNDE: MA:I, MUSEUM FÜR ARCHITEKTUR UND INGENIEURSKUNST NORDRHEIN-WESTFALEN
März- April 2010

Der Mies van der Rohe Award for European Architecture zählt zu den renommiertesten Architekturpreisen.

Die Ausstellung zum Award tourte durch Europa; einzige Station in Deutschland war die Kokerei Zollverein in Essen, in der sie vom 21. März bis zum 20. April zu sehen war. Die szenografische Realisation der Ausstellung übernahm 235 MEDIA. Insbesondere das Beleuchtungskonzept wurde speziell für die außergewöhnliche Architektur der Kokerei entwickelt.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit M:AI, Museum für Architektur und Ingenieurkunst Nordrhein-Westfahlen, Fischer Lichtgestaltung

Schwarzer Diamant

KUNDE: DEUTSCHES BERGBAU-MUSEUM Bochum
Dezember 2009

Das Deutsche Bergbau-Museum Bochum eröffnete den Erweiterungsbau „Schwarzer Diamant“ und die Sonderausstellung „Glück auf! Ruhrgebiet – Der Steinkohlenbergbau nach 1945“. Für die Ausstellung realisierte 235 MEDIA 21 Multimedia-Terminals und eine Rauminstallation.

Die wechselhafte Geschichte des Kohlenbergbaus im Ruhrgebiet nach dem Zweiten Weltkrieg können die Besucher an 21 integrierten Touchscreens und freistehenden Terminals erleben. Filme, Bilder und Dokumente zum Alltag der Bergleute in den 1950er-Jahren, Werbefilme aus den 1960er-Jahren oder die Geschichte von über hundert Zechen geben einen lebendigen und abwechslungsreichen Einblick in den Ruhrbergbau von der Nachkriegszeit bis heute.

Wie hochtechnisiert der Steinkohlenbergbau ist und welche gewaltigen und komplexen Maschinen in ihm zum Einsatz kommen, können die Besucher durch eine interaktive multimediale Rauminstallation erkunden. Über das Steuerpult einer originalen Grubenwarte steuern die Besucher eine fünf Meter breite HD-Projektion. Der hochspezialisierte Technikeinsatz in Streckenvortrieb, Gewinnung und Transport wird auf diese Weise interaktiv zum Leben erweckt.

235 MEDIA auf der EXPONATEC 2009

EXPONATEC
NOVEMBER 2009

Zum dritten Mal präsentierte 235 MEDIA szenografische Konzepte, interaktive Speziallösungen und multimediale Exponate.

RadarTouch

Die RadarTouch-Sensorik ermöglicht eine völlig neue intuitive Interaktion im Raum. Das RadarTouch-Feld kann entweder wie ein unsichtbarer Fächer vor einer Wand oder auch horizontal im Raum installiert werden.

Interaktiver Tisch

Der von 235 MEDIA ®evolution entwickelte Interaktive Tisch ist das ideale Präsentationsmedium, um einer großen Besuchergruppe komplexe Zusammenhänge zu vermitteln.

MultiTouch-Rückprotisch

Zusätzlich zum bewährten Interaktiven Tisch mit Aufprojektion bietet 235 MEDIA einen MultiTouch-Tisch an. Die integrierte Rückprojektion bietet auch bei schwierigem Umgebungslicht eine hohe Darstellungsqualität.

MultimediaGuide transGo

transGo eröffnet völlig neue Möglichkeiten in der Vermittlung von Informationen für Ausstellungen, Führungen oder Erkundungstouren. Der Besucher erhält alle relevanten Informationen, sobald er sich den Objekten nähert – in seiner Sprache, auf seinem Wissensniveau und mittels unterschiedlicher Medien.

Szenografie – Ausstellungsgestaltung

235 MEDIA entwickelt und realisiert Ausstellungskonzepte und individuelle Gestaltungs- und Präsentationskonzepte. Wir verbinden technisches Know-how, kreative Raumgestaltung und sensiblen Umgang mit den Exponaten zu adäquaten Ausstellungslösungen. Von Konzeption über grafische Umsetzung, Software, Medientechnik und Exponatbau bis hin zu Service und Wartung – unkonventionell im Denken, professionell in der Realisation und optimiert in der Kalkulation. Alles aus einer Hand.

Reformation und Ruhrgebiet

KUNDE: Martin Luther Forum Ruhr
OKTOBER 2009

Das neu eröffnete Martin Luther Forum Ruhr in Gladbeck beleuchtet die spezifische Ausprägung der Reformation im Ruhrgebiet. Für die Dauerausstellung hat 235 MEDIA einen Interaktiven Tisch, zwei Internetterminals sowie mehrere Audio- und Videostationen realisiert.

Am Interaktiven Tisch können die Besucher in einem virtuellen Buch blättern und die Geschichte der Reformation im Ruhrgebiet von 1517 bis zur Gegenwart erfahren. Anhand von Karten, Bildern, Videos und einem Audiokommentar tauchen die Besucher ein in die bewegte Entwicklung des Protestantismus. Bei den sprechenden Porträts werden die Bilder selbst zum aktiven Klangkörper. Neun Photos von Menschen unterschiedlicher Nationalitäten können aktiviert werden, wodurch ein Bibelzitat in der jeweiligen Landessprache zu hören ist. Die Tonwiedergabe funktioniert ohne zusätzliche Lautsprecher, die Worte entstehen aus dem Bild heraus, als ob die Porträts zum Besucher sprechen.

PARTNER:
Ausstellungsbüro Gerhard Herr

Studio Azzurro – Der Schwimmer

KUNDE: NRW-FORUM DÜSSELDORF
2009

Die Installation „Der Schwimmer, Il Nuotatore (va troppo spesso ad Heidelberg) “ von Studio Azzuro gilt als Klassiker der internationalen Medienkunst.

Für die „Lange Nacht der Museen“ wurde die Installation auf der Fassade des NRW-Forums in Düsseldorf als 50 Meter lange und 4 Meter hohe Projektion von 235 MEDIA realisiert. Die Videoprojektion wurde auf zwölf Leinwänden realisiert, die vor der Fensterfront des NRW-Forums installiert wurden.

Im Jahr 2006 wurde die Arbeit von imai, inter media art institute, in Zusammenarbeit mit 235 MEDIA aufwendig restauriert.

Kaiser, Senat & Volk

KUNDE: ARCHÄOLOGISCHER PARK XANTEN
SEPTEMBER 2009

Im Archäologischen Park Xanten wird der neue Ausstellungsbereich „Kaiser, Senat & Volk“ installiert. Hierfür hat 235 MEDIA einen interaktiven Tisch, diverse Hörstationen in Deutsch, Niederländisch und Englisch sowie eine großformatige Projektion zum Staatswesen des römischen Reiches gestaltet.

Der in elliptischer Form gestaltete Interaktive Tisch hat einen Durchmesser von 2,30 Meter und kann von mehreren Personen gleichzeitig genutzt werden. Zu typischen Charakteren aller Schichten der römischen Bevölkerung können Informationen abgerufen werden. Der grafische  Hintergrund zeigt atmosphärisch antike Welt, Landschaft und Gebäude in einem dynamischen, sich verändernden Tag-/Nachtzyklus.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit Bildwerk, Dortmund

Catwalks

KUNDE: NRW-FORUM KULTUR UND WIRTSCHAFT DÜSSELDORF
JULI 2009

Vom 27. Juli bis 1. November 2009 wurde die Ausstellung „Catwalks – die spektakulärsten Modeschauen der Topdesigner“ im NRW-Forum Kultur und Wirtschaft in Düsseldorf gezeigt.

Die Ausstellung wurde fast ausschließlich über Videoprojektionen vermittelt, bei denen der Raum selbst, oder Teile des Raumes, als Leinwand genutzt wurden. Die so entstandene Szenografie wurde durch mehr als 80 Videoprojektoren realisiert. Um den Besuchern das Gefühl zu geben, selbst als Akteure in dem Theaterstück der Modedesigner aufzutreten, wurden aufwendige Raumprojektionen geschaffen, bei denen einzelne Räume mit bis zu zwölf Projektionen bespielt wurden. Man schreitet über den Catwalk und findet sich in den großen Modenschauen, die durch Videoeinblendungen und Multimediainstallationen animiert werden, wieder. So wird der Besucher selbst zum Model auf dem Laufsteg. Die medientechnische Realisation und die technische Betreuung während der Ausstellung wurden komplett von 235 MEDIA übernommen.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit Überraum, Paris

Architektur der 60er und 70er Jahre in NRW

KUNDE: MA:I – MUSEUM FÜR ARCHITEKTUR UND INGENIEURSKUNST IN NRW
APRIL 2009

Zur Konzeption der Wanderausstellung „Architektur der 60er und 70er Jahre in NRW“ schrieb das M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurskunst in NRW im April 2009 einen Wettbewerb um die Ausstellungsgestaltung aus.

Das von 235 MEDIA und NowakTeufelKnyrim erarbeitete szenografische Konzept erreichte den zweiten Platz.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit NowakTeufelKnyrim

Dornbracht

KUNDE: Meiré GmbH & Co. KG
2008

235 MEDIA realisierte für die Firma Dornbracht das SoundSpa. Neben der Realisation in den Räumen der Cologne Factory der Firma Meiré GmbH während der Passagen 2008 in Köln, verwirklichte 235 MEDIA die Ausstellung auch für die Rahmenveranstaltung des Salon du Mobile in Mailand.

Die Präsentation erfolgte in einem eigens dafür entwickelten SoundSpa, dessen Konzeption und Design in den Händen von Mike Meiré lagen. Unterstützt durch die Musik von Mike Meiré und Carlo Peters und die Animationsbilder von Jens-Oliver Gasde wurde diese Ritual-Architektur zu einem besonderen Erlebnis.Durch das Zusammenspiel der Deckenprojektion mit der Klanginstallation entstanden verschiedene Klangwelten im Raum.

235 MEDIA realisierte den Bau der Kuben, lieferte und installierte die Medientechnik und organisierte den Auf- und Abbau.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit der Firma Meiré GmbH & Co. KG, Köln

Projektion Ruhr

KUNDE: M:AI – MUSEUM FÜR ARCHITEKTUR UND INGENIEURKUNST NRW
NOVEMBER 2008

„Projektion Ruhr“ wurde am 18. November 2008 in der „Cité de l´architecture et du patrimoine“ in Paris eröffnet und war bis zum 8. Februar 2009 zu sehen.

In Zusammenarbeit mit dem Lichtkünstler Mischa Kuball und im Auftrag des M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW realisierte 235 MEDIA diese Ausstellung zum Strukturwandel des Ruhrgebiets seit der IBA Emscherpark.

12 bewegliche Videoprojektoren (VMS und Beamover) projizierten und bewegten Fotos, Texte und Videoausschnitte auf den Boden eines 50 x 7 Meter großen, leicht geschwungenen Raums. Jeweils drei Projektoren bilden dabei eine choreografische Einheit für eines der vier Hauptthemen: Industriekultur, Industrienatur, Kunst und Baukultur. So entsteht ein stetiger Bilderfluss zu einer Soundcollage von Thomas Klein (Kreidler), der durch übergeordnete Themen wie „Luftbilder“, „Menschen“ etc. eine dramaturgische Klammer erhält. Die Installation öffnet dem Besucher den Blick für den Prozess der Transformation im Ruhrgebiet und bietet einen atmosphärischen und emotionalen Zugang zum Thema.

Römerthermen Zülpich

KUNDE: FÖRDERSTIFTUNG RÖMERTHERMEN ZÜLPICH
AUGUST 2008

Für den aufwendigen Museumsneubau der Römerthermen Zülpich hat 235 MEDIA die gesamte Medientechnik geplant und ausgeführt. Dazu gehören neben der Rauminstallation „200 Jahre Badekultur“ weitere multimediale Exponate:

– Drei Projektionen innerhalb der antiken Therme auf eine semi-transparente Gaze

– AV-Medienstation „Badewelten“ mit Interfacegestaltung und Produktion von vier Filmen: „100 Jahre Badeurlaub“, „Badekultur im Film“, „Inszeniertes Baden“ und „Badesport“

– AV-Medienstation „Rassenhygiene – Perversion eines Gedankens“, inkl. Medienproduktion

– Produktion eines Films zur Bedienung eines Waschtisches aus dem 18. Jahrhundert, inkl. Filmaufnahmen und Postproduktion

– Umsetzung von drei weiteren Medienstationen und einer Wandprojektion

Kahler Asten − das Dach Westfalens

KUNDE: LWL-Museum für Naturkunde
Oktober 2008

Im Oktober 2008 hat das LWL-Museum für Naturkunde eine neu gestaltete Besucherstation auf dem Kahlen Asten eröffnet. Der von 235 MEDIA ®evolution realisierte Interaktive Tisch ist die zentrale Medienstation, die Touristen und interessierten Bewohnern der Region Karten, Bilder und Texte zu unterschiedlichsten Freizeitaktivitäten rund um den Kahlen Asten bietet.

Den vier Hauptthemen zugeordnet zeigt das großformatige Interface verschiedene animierte Karten der Naturparkregion: große Wanderungen auf dem Rothaarsteig und dem Naturpark Rothaarsteig sowie den Heidelehrpfad und die Wintersportangebote. Das Kartenmaterial bedeckt dabei die gesamte Tischfläche und ist vollflächig verschiebbar. Es bietet weitere inhaltliche Vertiefungsebenen sowie die Möglichkeit Kartenausschnitte zu vergrößern und zu verkleinern. Zusätzlich sorgen ein Memory-Spiel und ein Quiz für Spaß und Unterhaltung.

Südsauerlandmuseum

KUNDE: Südsauerlandmuseum
JUNI 2008

Das Südsauerlandmuseum – Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Attendorn – wurde am 22. Juni 2008 neu eröffnet. Zur Darstellung des historischen Stadtkerns wurde von 235 MEDIA ein detailgetreues Stadtmodell in der Größe 110 x 110 cm als interaktive Installation realisiert. Mit Hilfe eines externen Touchscreens können einzelne Gebäude und Plätze ausgewählt werden, die dann durch einen computergesteuerten Scheinwerfer auf dem Stadtmodell beleuchtet werden.

Zudem realisierte 235 MEDIA zwei weitere Medienstationen, die historische Karten digital zugänglich machen. Die Karten der Stadt Attendorn aus unterschiedlichen Epochen können mithilfe einer digitalen Lupenfunktion studiert und verglichen werden.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit Bildwerk Dortmund

Am Bildschirm

KUNDE: DASA
Januar 2008

235 MEDIA hat eine interaktive Rauminstallation für die Deutsche Arbeitsschutz Ausstellung, DASA, konzipiert und realisiert.

Die Arbeitswelt verändert sich, Arbeit findet zunehmend in virtuellen Räumen statt, und die gegenseitige Durchdringung von virtuellen und realen Räumen erfasst immer mehr Arbeits- und Lebensbereiche. Die Dauerausstellung „Arbeiten am Bildschirm“ beschäftigt sich mit diesem Phänomen und bietet mit der neuen interaktiven Installation dem Besucher bereits am Eingang die Begegnung mit und die Integration in den virtuellen Raum.

Jeder Besucher wird mittels eines Kameratrackings erfasst und auf der Projektionswand durch einen Avatar im virtuellen Raum dargestellt. Durch die Bewegung steuert der Besucher die Form des virtuellen Raums und kann zudem über ein Interface einen von acht Feature-Filmen zum Thema auswählen:

– Evolution der Bildschirme
– Virtualität & Realität
– Makrokosmos
– Planen & Konstruieren
– Training & Lernen
– Mikrokosmos
– Medizin & Gesundheit
– Vernetzte Welten

Diese Feature-Filme mit aufwendigen Animationen und assoziativ verknüpften Archivbildern aus den Bereichen Forschung, Anwendung und Fiktion wurden ebenfalls von 235 MEDIA produziert.

235 MEDIA auf der EXPONATEC 2007

OKTOBER 2007

Auf der EXPONATEC 2007, der Internationalen Fachmesse für Museen, Konservierung und Kulturerbe, traf die Fachwelt vom 31. Oktober bis 3. November 2007 in Köln zusammen.

235 MEDIA präsentierte sich mit einer großen Bandbreite von Lösungen zur multimedialen Informationsvermittlung. Vom 6 x 2 Meter großen InfoSlider über den seit Jahren bewährten Interaktiven Tisch bis hin zur Neuentwicklung TDS – Transparent Data System luden die Exponate zum Ausprobieren ein.

Gary Hill

KUNDE: Fondation Cartier
SEPTEMBER 2007

Für die Installation „Frustrum“ lässt der Künstler von Cartier einen 12,5 kg schweren Goldbarren herstellen und in der Mitte eines 63 qm grossen Ölbeckens platzieren, in dem sich eine Videoproduktion spiegelt. Die Prägung des Goldbarrens „FOR EVERYTHING WHICH IS VISIBLE IS A COPY OF THAT WHICH IS HIDDEN“ verweist auf die Mehrdeutigkeit der verwendeten Objekte und Bilder. Die plakativen „Werte“, die „Frustrum“ zeigt, sind nicht nur symbolisch, sondern wirklich, mit allen schwierigen Implikationen, die dies für die Produktion und Ausstellung der Arbeit hat.

Mit „Frustrum“ kommentiert Hill vordergründig politische Machtsysteme, gleichzeitig hinterfragt er aber auch den Prozess der Kunstproduktion an sich und die aktuelle Entwicklung der Kunst als Kapital und Statussymbol der Macht, das auch jenseits des Ästhetischen Verwendung findet. Die Produktion und Ausstellung von Gary Hills Neuinstallationen wirft deshalb nicht zuletzt auch die Frage danach auf, ob Kunstproduktion außerhalb der Allianz von Kunst, Kapital und Macht heute noch möglich ist.

PARTNERS:
imai – inter media art institute
Fondation Cartier, Paris

Gary Hill

KUNDE: NRW-FORUM, DÜSSELDORF
SEPTEMBER 2007

In Düsseldorf wurden auf rund 1.200 qm die neuesten Arbeiten des amerikanischen Medienkünstlers Gary Hill präsentiert. 235 MEDIA übernahm die gesamte technische Konzeption und Realisation. Die Ausstellung zeigte fünf großformatige Installationen und ein umfangreiches Videoprogramm. Kern der Ausstellung waren Gary Hills Neuproduktionen „Frustrum“ und „Guilt“. Beide Installationen sind Koproduktionen der Stiftung imai – inter media art institute, Düsseldorf, und der Fondation Cartier pour l’art contemporain in Paris und waren erstmalig in Deutschland zu sehen.  Zudem wurden für die Ausstellung die Installationen „In Situ“ (1986/2007) und „Glass Onion“ (1983/2007) in einer von 235 MEDIA aufwendig restaurierten Fassung präsentiert.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit imai – inter media art institute, Düsseldorf
Fondation Cartier, Paris
NRW-Forum, Düsseldorf

Krupp

KUNDE: Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
JANUAR 2007

In die neu gestaltete Ausstellung über die Geschichte der Firma Krupp im 19. und 20. Jahrhundert wurden sieben Multimediainstallationen integriert.

Die zumeist interaktiven Medienstationen bieten dem Besucher eine populärwissenschaftliche Recherche der Wirtschafts- und Sozialgeschichte, der Technik- und Kunstgeschichte. Anhand von historischem Material und medialer Aufbereitung wird dem Besucher ein bedeutender Teil der Industriegeschichte vermittelt.

PARTNER: In Zusammenarbeit mit Dr. Ulrich Hermanns Ausstellung Medien Transfer, Münster, und Steiner, Szenische Architektur, Wuppertal

Interaktive Tischlandschaft

KUNDE: T-SYSTEMS
MÄRZ 2007

Nach dem erfolgreichen Vorgänger für den Messeauftritt von T-Systems auf der CeBIT 2006 zeigte 235 MEDIA auch im Jahr 2007 eine interaktive Animationen moderner ITK-Infrastrukturen in Hannover. Auf zwei Interaktiven Tischen wurden IT-Lösungen aus den Bereichen „Contact Center VoIP“ und „Mobile Customer Relationship Management“ vorgestellt. Die komplexen Inhalte wurden durch eine Moderation der verschiedenen Szenarien vertieft. Die zweidimensionalen Animationen verbanden sich mit den dreidimensionalen Gebäudemodellen auf der Tischoberfläche zu einer kommunikativen Informationslandschaft.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit Brandrelation, Köln

InfoSlider für das ZDF

KUNDE: ZDF
MÄRZ 2007

Zur CeBIT 2007 entwarf 235 MEDIA eine interaktive Informationswand für das ZDF. Die besondere Herausforderung bestand darin, dem Messebesucher die ZDF Online Mediathek auf haptische Weise zugänglich zu machen. Der 620 x 207 cm große Leuchtkasten mit Edelstahlrahmen präsentierte zentrale Themenbereiche der ZDF Online Mediathek. Der Messebesucher konnte den an einer Führungsschiene befestigten Flachbildschirm sowohl horizontal als auch vertikal an der gesamten Fläche entlang bewegen. Je nach Position in der XY-Koordinate zeigte der Flachbildschirm die verschiedenen Themenfelder der ZDF Online Mediathek, die anschließend über den Bildschirm vertieft werden konnten. Der InfoSlider ist ein variabel einsetzbares Informationssystem, das überall dort zum Einsatz kommt, wo von einem Gesamtüberblick ausgehend detaillierte Informationen vermittelt werden sollen.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit Uniplan

Video Lounge

KUNDE: Kunstmuseum Bonn
Februar 2007

Mit der Videolounge ist den Besuchern des Kunstmuseums Bonn nun das Videokunstarchiv des Museums zur individuellen Benutzung zugänglich. 235 MEDIA entwickelte eine Software und ein Benutzerinterface, das eine einfache Auswahl aus dem Katalog und anschließende Präsentation der jeweiligen Videoarbeit ermöglicht.

Eingebettet ist die Videolounge in eine begehbare Installation des Künstlers Stefan Eberstad. Aus dem Archiv, das im Besonderen durch die umfangreiche Videosammlung von Ingrid Oppenheim geprägt ist, kann der Besucher an zwei Stationen mit Hilfe eines Trackballs aus einem übersichtlich gestalteten Menü einen Titel auswählen und sowohl auf einem Monitor als auch über eine Projektion abspielen. Die Technik ist in die Skulptur eingebunden, die gleichzeitig als Sitzgelegenheit fungiert.

235 MEDIA auf der EXPONATEC 2006

FEBRUAR 2006

235 MEDIA ®evolution präsentiert interaktive Anwendungen zur Informationsvermittlung im Ausstellungsbereich: individuelle Präsentationskonzepte, interaktive Installationen und Interface-Lösungen. Neben bereits erfolgreich eingesetzten Systemen wie dem INTERAKTIVEN TISCH stellt 235 MEDIA zwei neue Produkte vor:

TDS – TRANSPARENT DATA SYSTEM ist eine transparente interaktive Projektionsscheibe mit neu entwickelter Software.

Das ELEKTRONISCHE LEITSYSTEM ist ein multifunktionales Informationssystem mit verschiedenen Monitorgrößen und einer einfach zu bedienenden Software. Orientierungshilfen können durch aktuelle Veranstaltungshinweise, Neuigkeiten und Videoeinspielungen ergänzt werden.

Zusätzlich präsentiert 235 MEDIA eine Strategie zur Konservierung, Restaurierung und Archivierung von Medienkunst.

Gründung der Stiftung imai

Juni 2006

Auf Initiative von 235 MEDIA und der Stadt Düsseldorf entstand die erste gemeinnützige Institution, die sich sowohl der zeitgemäßen Vermittlung, der Konservierung und Archivierung als auch der wissenschaftlichen Erschließung von Videokunst widmet.

Bereits seit den frühen 1980er Jahren hat 235 MEDIA ein umfangreiches Videokunstarchiv und eine internationale Vermittlungsstruktur aufgebaut. Durch das Engagement und die Förderung der Kunststiftung NRW sowie durch die Unterstützung der Kulturstiftung der Länder und der Kulturstiftung des Bundes wurden Archiv und Vermittlungsstruktur jetzt auf die gemeinnützige Stiftung imai – inter media art institute übertragen. Mitstifter sind neben der Stadt Düsseldorf und Ulrich Leistner / Axel Wirths, Gründer von 235 MEDIA, das NRW Forum Kultur und Wirtschaft und die stiftung museum kunst palast.

Für weitere Informationen und bei Anfragen zu Videokunst Arbeiten kontaktieren Sie bitte:
imai – inter media art institute
Ehrenhof 2
40479 Düsseldorf

+49(0)211/8998798
www.stiftung-imai.de
info@imaionline.de

Alle Sondereditionen sind weiterhin bei 235 MEDIA erhältlich.

PARTNER:
Stadt Düsseldorf, Kulturstiftung des Bundes, Kunststiftung NRW

Luisenhütte Balve

KUNDE: Museen des Märkischen Kreises
MAI 2006

Zwei Projektionen zeigen alte Filmaufnahmen aus dem Alltag der Eisenhüttenarbeiter. Die Herausforderung bei der Gestaltung der Projektionsflächen bestand in der Integration in die aufwendig restaurierte vorindustrielle Architektur. Die von 235 MEDIA entwickelte Lösung heißt Transparenz. Die installierten „Priva-Lite“-Scheiben sind im inaktiven Zustand durchsichtig, werden aber beim Betreten des Raumes mittels einer Sensorik opak und dienen so als optimale Fläche für die dann einsetzende Projektion. Eine Scheibe ist im Gebälk des Möllerbodens und eine weitere im Bereich des Abstichs vor einem Backsteinmauerwerk angebracht.

Der von 235 MEDIA entwickelte Interaktive Tisch ist zentrales Element der Ausstellung und veranschaulicht die damaligen Produktionsprozesse mittels aufwendiger Computeranimationen. Die Besucher des Museums entdecken in acht Schritten anhand von Animationen, Sprachaufnahmen, Bildern und Grafiken ansprechend aufgearbeitete Details über die vorindustrielle Arbeitsweise in der Eisenhütte.

Interaktive Tischlandschaft

KUNDE: TELEKOM
MÄRZ 2006

Für den Messeauftritt von T-Systems auf der CeBit 2006 in Hannover entstand eine Animation der komplexen Abläufe in modernen ITK-Infrastrukturen.

Anhand einer Miniaturlandschaft aus fünf Interaktiven Tischen vermitteln Moderatoren dem Besucher Informationen über die vier Themen Seamless Communication Services, Verwaltung/ Lagerhaltung, Zusammenarbeit (F&E) und IT Management.

Als neues Element wurden erstmals reale 3D-Modelle auf den Tischen in die Animation integriert. Zooms aus hochauflösenden Luftbildern landen punktgenau auf den Modellen und verbinden so Realität mit ihrer Simulation.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit Brandrelation, Köln

Fotografie-Ausstellung

KUNDE: Deutsches Museum, München
Febraur 2006

235 MEDIA konzipierte ein mulitmediales Präsentationssystem für die Neugestaltung der Dauerausstellung „Technische Bilder“ des Deutschen Museums in München.

Ziel war es, die ästhetische Integration der darstellenden Medien in die Ausstellungsarchitektur mit der Vermittlung einer hohen Anzahl von Detailinformationen zu verbinden. Durch den Einsatz des TDS – Transparent Data System und modernster Projektionstechnik wurde erreicht, dass der Besucher stets Zugriffsmöglichkeit auf zusätzliche Informationen hat, gleichzeitig aber die auratische Wirkung der Exponate, hauptsächlich alte Foto- und Filmapparate, im Vordergrund steht und nicht durch das Informationssystem gestört wird. Weitere Schwerpunkte des Konzepts lagen auf dem schnellen intuitiven Zugang zu den Informationen durch den Besucher und der einfachen Pflege und Aktualisierung der Informationsinhalte durch ein Content Managment System.

NRW-Kubus in Japan

KUNDE: STAATSKANZLEI NRW
2005

Im Auftrag der Staatskanzlei NRW und in Zusammenarbeit mit der Agentur „Die PR-Berater“ hat 235 MEDIA den „NRW-Kubus“ entwickelt und realisiert. Im Rahmen der Präsentation „Deutschland in Japan 05/06“ in Tokio konnten die Besucher von allen vier Seiten gleichzeitig eine interaktive Reise durch Nordrhein-Westfalen unternehmen.

Der Kubus besteht aus einer Stahlkonstruktion, in die vier Projektionsscheiben (Format 4:3) eingebaut sind. Projektionstechnik, Zuspieler und Lüftungstechnik sind von Außen unsichtbar im unteren, verblendeten Teil des Kubus untergebracht. Zur Navigation befinden sich in ca. 3 m Abstand vor den Projektionen Stelen mit integriertem Trackball und seitlichen Lautsprechern.

Der Kubus kann von drei Personen in ca. drei Stunden komplett auf- bzw. abgebaut werden.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit: Die PR-Berater

Mercedes Benz Nutzfahrzeuge

KUNDE: Mercedes Benz
April 2005

Für die Nutzfahrzeug IAA in Hannover 2005 erarbeitete 235 MEDIA ein umfangreiches Medienkonzept für den Messeauftritt – von der Formulierung einer Leitidee sowie des Messemottos über die Gestaltung der separaten Eingangs- und Einstimmungsbereiche des Standes bis hin zur übergreifenden Stand- und Produktkommunikation.

Als sogenannte „Highlight Kommunikation“ entwickelte 235 Media evolution eine Scanning Unit, die als Roboter-Modul die technischen Möglichkeiten und Features der Nutzfahrzeuge eindrucksvoll in Szene setzte.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit facts & fiction und Dreiform

Video et Cogito

KUNDE: LUDWIG FORUM FÜR INTERNATIONALE KUNST
JULI 2004

Dank einer neuen Konservierungsstrategie sind Videoarbeiten aus der Anfangszeit der Videokunst jetzt wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen zeigt in der Ausstellung Video et Cogito ab dem 2. Juli wiederhergestellte Künstlervideos aus der Sammlung des Hauses. Das Ludwig Forum ist die erste deutsche Kunstsammlung, die in Kooperation mit 235 MEDIA konkrete Maßnahmen zur Sicherung ihres kostbaren Bestandes an Künstlervideos ergriffen hat.

Entwickelt wurde die angewandte Konservierungsstrategie mit Unterstützung spezialisierter Videotechniker und eines Diplom-Restaurators bei 235 MEDIA in Köln. Die Strategie ist auf andere Sammlungen übertragbar und schafft die Grundlage für eine weiterführende Restaurierung videokünstlerischer Arbeiten. Darüber hinaus präsentiert die Ausstellung umfangreiches Dokumentarmaterial, das die Arbeitsprozesse der Konservierung darstellt und in Form von Fotos den Vorher/Nachher Effekt verdeutlicht.

Ermöglicht wurde die Entwicklungsarbeit im Rahmen des Projektes MedienKunstArchiv zur Konservierung und digitalen Archivierung von Videokunstbändern. Das Projekt MedienKunstArchiv (MKA) wird von der Kulturstiftung des Bundes und der Kunststiftung NRW gefördert und wird Videokunst erstmals online der Öffentlichkeit zugänglich machen. In einem ersten Schritt werden bis Ende des Jahres 1.100 Künstlervideos digitalisiert und in ein Online-Archiv eingestellt sein.

ILLUMINATION:EVOLUTION

KUNDE: Senckenberg Museum
APRIL 2004

ILLUMINATION: EVOLUTION – Eine Inszenierung zu Licht und Leben Licht- und Medieninszenierung. Der von 235 MEDIA ®evolution entwickelte interaktive Tisch wird als zentrales Steuerelement für Licht, Video und Sound im Sauriersaal eingesetzt.

Dieses kabellose Kommunikationsinstrument kombiniert die lockere Kommunikationsatmosphäre eines „Tisches“ mit Sensortechnik, Interfacedesign und multimedialer Programmierung. Drei Milliarden Jahre Evolution und eine unendliche Zukunft: Das Museum Senckenberg ist die Netzhaut der Forschung, auf der sich markante Momente der Entwicklung des Lebens und der Artenvielfalt abbilden.

Das Senckenberg gilt als der Leuchtturm der naturwissenschaftlichen Bildung in Frankfurt Rhein-Main. Die Kooperationspartner Atelier Markgraph, Showtec, Four to one und 235 MEDIA inszenieren im Rahmen der Luminale ein multimediales Lichtereignis im Naturmuseum Senckenberg.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit Atelier Markgraph,
Showtec,
Four to one

Textiles St.Gallen

KUNDE: TEXTIL MUSEUM ST. GALLEN
2004

Die einzigartige handwerkliche und kulturelle Tradition der Region St. Gallen ist Thema der Ausstellung „Textiles St. Gallen“, die im Auftrag des Kantons St. Gallen als Wanderausstellung vom Büro Veit Rausch geschaffen wurde. Mit Hilfe modernster Medientechnik, die in Zusammenarbeit mit 235 MEDIA entwickelt wurde, vermittelt sie Geschichte und Gegenwart textilen Schaffens der Ostschweiz.

Der von 235 MEDIA entwickelte interaktive Tisch wird als zentrales Steuerelement für Video und Sound eingesetzt. Die Videoprojektion auf der Tischoberfläche gewährt einen Einblick auf den Arbeitstisch einer Textilgestalterin. Von dieser Oberfläche lässt sich durch eine kabellose Sensorik interaktiv ein Menu steuern, das verschiedene Videoprojektionen aktiviert.

Interaktives Buch

KUNDE: STIFTUNG KUNSTSAMMLUNG NORDRHEIN-WESTFALEN
DEZEMBER 2003

Für die Kunstsammlung NRW, K20, erarbeitete und realisierte 235 MEDIA die interaktive Version des Künstlerbuchs „der Strom dein Zügel“ von Gerhard Altenbourg.

Bisher bieten ausgestellte Bücher und Dokumente dem Besucher nur eine aufgeschlagene Doppelseite zur Ansicht. Mit dem interaktiven Buch wird nun das gesamte Exponat zugänglich. Der Besucher kann virtuell blättern, beliebige Seiten auswählen und sie vergrößern. Das interaktive Buch bietet so die Möglichkeit, wertvolle Bücher und Dokumente im Detail zu erkunden und zusätzliche Informationen zu vermitteln.

Die Ausstellung „Gerhard Altenbourg. Im Fluss der Zeit. Retrospektive“ wurde am 13.12.2003 eröffnet.

Art Cologne

KUNDE: koelnmesse
28. OKTOBER bis 2. NOVEMBER 2003

Über den Catwalk auf die Art Cologne Kirsten Geislers Virtual Beauty begrüsst die Besucher der Art Cologne

235 MEDIA zeigt in Zusammenarbeit mit der KölnMesse die Computeranimation „Catwalk“ als Installation auf dem Vordach des Haupteingangs. Weitere Arbeiten von Kirsten Geisler sind bei 235 MEDIA, Halle 1.1 Stand 28, zu sehen.

Eine nackte Schöne bewegt sich mit gekonntem Hüftschwung über einen Laufsteg auf den Besucher zu. Sie blickt ihm entgegen, dreht sich um und der Catwalk beginnt von vorn. Kirsten Geisler arbeitet mit virtuellen Kreationen. Sie nutzt die Möglichkeiten der digitalen Technik, um die künstliche Schönheit zu schaffen. Sie entwickelt Frauenköpfe, Virtual Beauties, die sie nach den Ergebnissen der Forschung über das menschliche Schönheitsempfinden am Computer entwirft. Obwohl Geislers „Beauties“ alle Kriterien des weiblichen Schönheitsideals zu erfüllen scheinen, sorgt die völlige Ausdruckslosigkeit ihrer ebenmäßigen Gesichter für nachhaltige Irritationen. Geislers Gegenüberstellung zeigt, dass die stereotype Darstellung der Frau bereits heute ein solches Maß an Künstlichkeit erreicht hat, dass die Grenzen zwischen realer und virtueller Welt zunehmend unbedeutend werden.

Kirsten Geisler hat hier zusammen mit einem Schönheitschirurg ganze Arbeit geleistet. Das Produkt aus der Retorte schwingt seine Hüften in gekonntem Gang dem Betrachter entgegen, der zwischen modisch anmutender Faszination der grazilen Verführung und ablehnender Haltung gegenüber so viel Cliché schwankt.

PARTNER:
In Zusammenarbeit mit koelnmesse

Bill Seaman

KUNDE: Bill Seaman
2001

Der genetische und nanotechnische Fortschritt, der heute erreicht wird, wird sowohl von Befürwortern als auch von Gegnern als beinahe unvermeidlich dargestellt, Der Computerspezialist Bill Joy charakterisiert die nanotechnische Entwicklung als “faustischen Handel” und glaubt, dass wir dabei sind, eine “Büchse der Pandora” zu öffnen. Der Forscher Ray Kurzweil gehört zu den großen Optimisten und prophezeit, dass der technische Fortschritt blitzartig voranschreiten wird und sagt die Verschmelzung von Mensch und Maschine voraus.

Der Traum von kleinen Robotern, die durch menschliche Arterien sausen, um Pathogene auf der Stelle zu zerstören, impliziert auch, dass Nanoroboter das menschliche Gehirn kopieren und nachvollziehen. Des Menschen Wunsch, den menschlichen Körper zu verbessern, ist so alt wie die Menschheit selbst. Die Technologie, mit der es möglich wäre, solch verlockende Visionen zu verwirklichen, existiert in groben Umrissen, allerdings lässt sich nicht abschätzen, welche Auswirkungen sie auf das menschliche Leben haben wird. Die aktuelle Debatte weckt Hoffnungen, zeigt drohende Gefahren auf und wirft die Frage auf, was es bedeutet, Mensch zu sein.

Auf der Grundlage des Hauptthemas der wissenschaftlichen Forschung, das so oft in Science-Fiction-Filmen- und Romanen behandelt wird und das bald Bestandteil unseres täglichen Labens sein könnte, wirft INVERSION einen Blick auf den möglichen Körper des 21. Jahrhunderts.

Bill Seamans und Regina van Berkels subtile Betrachtung der komplexen Beziehung zwischen Mensch und Maschine wurde in faszinierender Metaphorik in ihre Tanz-Performance-Installation übertragen. Choreographie und die Präsenz des Körpers stellen sowohl Kommentar als auch einen Kontrast zur Ästhetik und Ausdruckskraft der auf sie hereinbrechenden Medienbilder dar, unterstützt durch die Poesie von Musik und Tanz.

In Bill Seamans Arbeiten werden wir wiederholt mit seiner Sicht der menschlichen Bewegung konfrontiert. Er weist dem Betrachter eine aktive Rolle zu und ermöglicht es ihm, eine sinnliche Erfahrung zu machen.

PARTNER:
ZKM, Karlsruhe
Kunsthochschule für Medien, Köln

Robots

2001

Ein Ausstellungskonzept über die Vielschichtigkeit des Phänomens Roboter als „Wesen zwischen Mensch Maschine“. Anhand der Geschichte von humanoiden Robotern wird die Komplexität, Faszination und Relevanz des Phänomens des menschlichen Ebenbildes für ein breites Publikum populärwissenschaftlich aufbereitet.

In direkter Konfrontation mit den verschiedenen, in Wirtschaft, Anwendung, Fiktion und Kunst entwickelten und verwendeten Robotern sollen dem Besucher Konzepte von Robotik in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz (Artificial Intelligence) und Künstlichem Leben (Artificial Life) unmittelbar erfahrbar gemacht werden.

Eine ausgewogene und problembewusste Präsentation soll dazu beitragen, sowohl blinde Technikgläubigkeit als auch irrationale Zukunftsängste zu entkräften und das Thema spannend und objektiv darzustellen.

Vision Ruhr

KUNDE: STADT DORTMUND
2000

Das Ausstellungsprojekt vision.ruhr erschließt mit Medieninstallationen am Beispiel des Ruhrgebiets die Lebenswirklichkeit und den Wandel einer alten Industrieregion. 235 MEDIA betreute diese Ausstellung auf dem Gelände der Zeche Zollern II/IV in Dortmund von der Planung über die Konzeption bis zur Realisation.

Medieninstallationen, Skulpturen und Performances von weltweit renommierten Künstlern bilden den Mittelpunkt der Ausstellung, die durch ein Eventprogramm mit den Bereichen Musik, Film, Internet sowie museumspädagogischen Maßnahmen abgerundet wird.

Den Schwerpunkt von vision.ruhr bilden interaktive multimediale Arbeiten, in denen sich die Künstler, den vorgestellten Grundgedanken aufgreifend, mit der Region und deren strukturellen Wandel auseinandersetzen.

Doug Hall

KUNDE: Doug Hall
2000

Doug Halls Environment ermöglicht im Zusammenspiel mehrerer Medien ein komplexes Raumerlebnis. Der gesamte Ausstellungsraum wird in die Dramaturgie einbezogen, indem verschiedenste Einbauten aus Stahl ein komplexes Raumgefüge erzeugen und Wände als Projektionsmedium genutzt werden.

Inmitten des abgedunkelten Raumes erzeugen großflächige Videoprojektionen und sechs Videomonitore eine dramatische Szenario aus Stürmen, Feuer und Fluten. Den – virtuellen – gewaltigen, aber ungerichteten Energiepotentialen der Natur, die auf die Besucher der Installation als Videobilder mit den dazugehörigen Klängen einstürmen, steht als reales Installationselement ein Bogenblitzgenerator (Tesla-coil) gegenüber, der in bestimmten Intervallen gewaltige Blitzentladungen „live“ im Raum erzeugt.

Dough Halls Installation THE TERRIBLE UNCERTAINTY OF THE THING DESCRIBED bezieht ihren Namen aus Edmund Burkes »A Philosophical inquiry into the Origins of Our Ideas of the Sublime and Beautiful«. Hall greift die darin beschriebene Beziehung zwischen der Ehrfurcht vor den Naturgewalten und dem aufklärerischen Willen durch die Wissenschaft auf und setzt sie mit Hilfe der Videotechnik und diversen Stahlbauten in Szene. Beängstigend und faszinierend zugleich, liefert die Installation nicht nur eine Darstellung, sondern darüber hinaus eine Analyse der Transformation von Energie. Die in Form des künstlich erzeugten Bogenblitzes inszenierte Bändigung der mitunter zerstörerischen Naturkräfte scheint zwar gelungen, doch wird deutlich – gerade im Hinblick auf die jüngsten Nachrichten von Naturkatastrophen in aller Welt -, dass der Mensch mit all der ihm zur Verfügung stehenden Technik doch nur einen Bruchteil dieser gewaltigen Kräfte zu kanalisieren versteht.

Andres Bosshard

KUNDE: vision.ruhr, Dortmund
2000

Interaktive Klangarchitektur nach Plänen alter Sonnenuhren: Echokaskade zur Klangförderung von unterirdischen Vibrationen und deren optimale Zerstäubung in höhere Luftschichten.

Obwohl es schon seit Urzeiten Sonnenuhren aller Größen gibt, wurde der Versuch, eine Monduhr zu bauen in jüngerer Zeit nicht unternommen. Eine Monduhr ist eine unsichtbare Maschine. Ihre Wirkungen sind nur hörbar. Die lunaren Gezeitenkräfte wirken nicht nur auf die Meere, sondern auch auf die Gesteinsschichten. Tieftonvibrationen erklingen täglich in bestimmten ansteigenden und abfallenden Zyklen. Eine Klangmonduhr macht diese riesigen unterirdischen Klangwellen hörbar und fördert sie an die Oberfläche.

Unmittelbar über der Erdoberfläche sind, 25m voneinander entfernt, vier Klangsteine aufgebaut. Sie bilden das Klangfundament für eine bis in 20m Höhe steigende Echokaskade. Diese führt die Klangbewegung der Tieftonvibrationen eine Allee entlang weiter bis hoch über deren Baumwipfel hinaus. Sechs durchsichtige Schallwandler sind so in die Äste gehängt, dass bei jeder Windbewegung die Klänge optimal verweht werden können.

Die Luftschichten selbst sind natürlicherweise von riesigen Tieftonfeldern erfüllt, die wir aber nicht hören können. Eine Monduhr ist also ein Ort, wo verschiedene, sich berührende Raumschichten miteinander in Beziehung gesetzt werden, so als ob wir hörend aus dem Mondschatten die Nachtzeit ablesen könnten. Zugegebenermaßen ist ohne poetische Verzauberung tagsüber kein Mondlicht zu erspähen. Dafür sorgen aber die in der Allee kreisenden Klangfelder, die über vier Bewegungssensoren vom Besucher abgelenkt werden können.

Grahame Weinbren, Tunnel

KUNDE: Stadt Dortmund
2000

Über eine Treppe betritt der Besucher in der Maschinenhalle der Zeche Zollern II/IV einen 30 Meter langen, künstlichen Tunnel, der auf einem Ständerwerk frei im Raum steht. Der Tunnel, ein abstrahierter Kohle-Flöz, ist zickzackförmig angelegt, und im Inneren variiert seine Höhe zwischen zweieinhalb und vier Metern.

Abwechselnd dienen der Boden und die Decke des Tunnels als Projektionsflächen, auf denen, sobald man den dunklen Gang betritt, einerseits Kopf und Schultern, andererseits Füße und Beine eines Menschen auftauchen, der sich als „virtueller Begleiter“ in der gleichen Geschwindigkeit wie der Besucher durch den Gang bewegt. Dabei werden die Bilder auf transparente Flächen projiziert, die stets auch den Blick auf Teile der alten Maschinenanlage freigeben.

Mit der Bewegung durch den Tunnel ändert sich das Erscheinungsbild des Alter Egos: Ist dieser am Anfang des Weges im Stil der Jahrhundertwende gekleidet, wird seine Garderobe, je näher der Besucher dem Ende des Gangs kommt, immer moderner.

Auf dem Hintergrund der unveränderten alten Industrieanlage wird durch die äußerliche Veränderung des „virtuellen Begleiters“ der Wandel der Industriegesellschaft thematisiert. Der Gang durch den Tunnel wird zu einer Reise durch die Zeit.